SSV Ulm verliert in Homburg: Böse Fehler böse bestraft

Frühe Führung, zwei böse Patzer, ein spätes Gegentor. Die Fußballer des SSV Ulm 1846 haderten einmal mehr mit sich und der Welt. Beim FC Homburg setzte es eine unnötige 1:2-Auswärtsniederlage.

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Der pfälzisch-saarländische Grenzraum – das ist unser Gelände. Das dachten sich die Regionalliga-Fußballer des SSV Ulm 1846. In Zweibrücken, nur wenige Kilometer von Homburg entfernt, hatten die Spatzen im vergangenen Herbst ihren bislang einzigen Auswärtssieg der laufenden Punkterunde gefeiert. Und auch am Freitagabend im Duell zweier Traditionsvereine sah es für die Ulmer beim FC 08 Homburg zunächst gut aus. Doch am Ende war’s ein klarer Fall von „Denkste“. Trotz einer schnellen 1:0-Führung mussten sich die Ulmer am Ende noch mit 1:2 geschlagen geben.

Noch ärgerlicher als die verlorenen drei Punkte war, wie das Resultat zustande kam. „E-Jugend-Fehler“ nannte der völlig bediente SSV-Trainer Oliver Unsöld die Umstände, die zu den Gegentoren führten. Ein doppelter Aussetzer des zuletzt starken Maximilan Gebert und ein Luftschlag von Stefan Hess sorgten dafür, „dass die eigentlich schon toten Homburger“ (Unsöld) am Ende Wiederauferstehung feierten. Und dass die Ulmer im Kampf gegen den Abstieg nicht von der Stelle kommen.

Dabei hatte es bei typischem Fritz-Walter-Wetter – Dauerregen und glitschiger Rasen im Waldstadion – hervorragend für die Ulmer begonnen. Der für den gesperrten Torjäger Florian Treske in die Startformation gerückte Ruben Rodriguez hatte in der siebten Minute Pech. Sein Freistoß aus 20 Metern landete am Lattenkreuz. Fünf Minuten später belohnten sich die Ulmer doch noch für ihren engagierten Start. Nach einem Freistoß von der linken Seite landete der Ball bei Winter-Neuzugang Goran Lovre. Der stand völlig frei und erzielte aus kurzer Distanz die Ulmer 1:0-Führung. Allerdings verletzte sich Lovre bei seinem ersten Pflichtspieltreffer am Oberschenkel. Wegen eines Kribbelns, das nicht aufhören wollte, ließ sich der defensive Mittelfeldmann vorsichtshalber auswechseln. Für ihn kam erstmals nach seiner Rotsperre Khalid Lahyani.

Bei den Homburgern hatte die Ulmer Führung Eindruck hinterlassen. Die Mannschaft wirkte verunsichert, die 544 zahlenden Zuschauer drückten ihre Unzufriedenheit mit ihrem Team deutlich hörbar aus. Doch die Spatzen versäumten es, nachzusetzen.

Die Strafe dafür folgte auf dem Fuße. Mit Maximilian Gebert in einer doppelten Hauptrolle. Erst misslang ihm ein Rückpass. Ein Homburger Spieler ging dazwischen, zog davon, traf die Latte und setzte noch einmal nach. Im Bemühen, seinen Fauxpas auszubügeln, grätschte Gebert seinen Gegenspieler im Strafraum um – völlig unnötig, denn der lief aus dem Strafraum heraus. Schiedsrichter Karl Wiatrek blieb gar nichts anderes übrig, als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Pascal Reinhardt ließ sich die Chance nicht entgehen, traf zum 1:1 (30.).

Es folgte eine Begegnung, in der sich beide Seiten nichts mehr schenkten. Mal waren die Homburger am Drücker, dann wieder schienen die Spatzen im bis zuletzt spannenden Flutlichtspiel die Oberhand zu haben. Ein Kopfball von Daniel Reith touchierte die Latte (64.), der Homburger Dennis Gerlinger traf den Pfosten (79.)

Letztlich neigte sich die Waagschale zugunsten der Gastgeber – allerdings wiederum mit Ulmer Schützenhilfe. Diesmal war es Linksverteidiger Stefan Hess, der nicht im Bilde war. Er schlug eine „Hohle“. Claudio Bellanava nutzte in der 85. Minute die unverhoffte Gelegenheit und erzielte das 2:1 für Homburg.

Und so fuhr der SSV 46 einmal mehr mit leeren Händen nach Hause.

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