SSV Ulm Fußball muss gegen FC Homburg ran

Anstrengende Saarland-Tour für die Spatzen. Am Freitag (19 Uhr) muss der Fußball-Regionalligist beim FC Homburg ran. Ohne Torjäger Florian Treske, dafür nach langer Pause wieder mit Khalid Lahyani.

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Ruben Rodriguez (Mitte) - ihm gelang im Hinspiel der Treffer zum 1:1-Ausgleich - meldet sich für Homburg wieder fit. Foto: Volkmar Könneke

13 Uhr Abfahrt am Donaustadion, 19 Uhr Anpfiff der Regionalliga-Begegnung beim FC 08 Homburg, 22 Uhr Rückfahrt und gegen 2 Uhr in der Nacht zum Samstag Ankunft in Ulm - den Fußballern des SSV 1846 steht am Freitag ein beschwerlicher 13-Stunden-Trip ins Saarland bevor.

Nicht gerade ideale Voraussetzungen, mit denen das Team der Trainer Oliver Unsöld und Herbert Zanker im Kampf gegen den Abstieg antreten muss. Freilich darf dies keine Ausrede sein. Vor einer Woche war Gegner Kickers Offenbach mit einem Tag Vorlauf in Ulm erschienen - und musste, obwohl ausgeruht, mit einer 0:1-Niederlage im Gepäck die Rückreise antreten. Denn entscheidend ist die Einstellung während der 90 Minuten, nicht eine bequeme oder späte Anreise.

Die Reise ins Saarland schenken muss sich Florian Treske. Der mit zwölf Saisontreffern torgefährlichste Angreifer des SSV 46 fällt wegen seiner fünften Gelben Karte, die er sich kurz vor dem Schlusspfiff am vergangenen Freitag gegen Offenbach eingehandelt hatte, aus. Der ohnehin leicht angeschlagene Niederbayer im Spatzen-Trikot ist nur schwer zu ersetzen. Daher tendiert das Ulmer Trainergespann dazu, den Ein-Mann-Unterhalter an vorderster Front durch zwei Angreifer zu ersetzen, sprich das System auf ein 4-4-2 umzustellen - zumal der FC Homburg im früheren Illertisser Emil Noll und mit Christian Beisel über zwei routinierte Innenverteidiger verfügt, gegen die ein Angreifer nur schwer beikommen kann.

Mit seinem ersten Einsatz von Beginn an in diesem Jahr darf Ruben Rodriguez rechnen. Eigentlich hätte der Mittelfeldmann bereits gegen Offenbach in der Startformation stehen sollen. Doch nach einem Schlag gegen den Knöchel im Training durch Neuzugang Morad El Wardi hatte der Spanier signalisiert, nicht voll bei Kräften zu sein - er verzichtete auf einen Einsatz von Beginn an. "Jetzt spricht sein Körper eine ganz andere Sprache", hat Unsöld festgestellt. Zudem weist Rodriguez eine besondere Empfehlung auf. Beim 1:1 im Hinspiel erzielte er den Ausgleichstreffer.

Nach Ablauf seiner Rotsperre vom 6. Dezember gegen Waldhof Mannheim (2:2) steht mit Khalid Lahyani eine weitere Alternative im Mittelfeld parat. "Er hat sich während seiner Zwangspause im Training voll reingehängt", lobt Unsöld. Als vielseitig einsetzbarer Spieler könnte er als Joker zum Zuge kommen. Und im Erfolgsfall dafür sorgen, dass die lange Rückfahrt in guter Stimmung erfolgt.

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