SSV Ulm 1846 Fußball noch nicht clever genug für die Spitze

Derby-Übermut und ein Schuss Naivität – das sind die Gründe, weshalb sich der SSV Ulm 1846 Fußball in der Schlussphase des Spiels in Reutlingen noch den schon sicher geglaubten Sieg nehmen ließ.

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SSV Reutlingen 1905 gegen SSV Ulm 1846 Fussball in der Fußball-Oberliga in Baden-Wuerttemberg: Pierre Eiberger (SSV Reutlingen) links gegen Dennis Werner (SSV Ulm Fussball) rechts.  Foto: 

2:1 führte der SSV Ulm 1846 Fußball im Oberliga-Derby beim SSV Reutlingen nach 85 Minuten – und bekam einen Freistoß zugesprochen. Ein großer Teil der Ulmer Mannschaft war nach vorne geeilt. Die Reutlinger wehrten den Freistoß ab, Daniel Schachtschneider spielte einen weiten Ball auf Marc Golinski. Der stürmte allein auf Torhüter Holger Betz zu, umspielte ihn und traf zum 2:2-Endstand.

Die Szene zeigt eine gewisse Naivität der Spatzen. Meistens war der SSV 46 in Reutlingen das bessere Team, brachte sich aber durch ihren Übermut im Derby um den Sieg. Statt den Vorsprung nach dem Führungstreffer von Denis Werner (70.) durch sicheres Passspiel, Absichern und die Herausnahme des Tempos zu sichern, ließen sich die Gäste in der Schlussphase auf einen offenen Schlagabtausch ein – mit der beschriebenen Folge. Den Ulmern fehlt die nötige Cleverness, um jetzt schon ein Spitzenteam zu sein.

„Es war bitter, die Führung aus der Hand zu geben. Das war etwas naiv, wir müssen daraus lernen“, sagte Stephan Baierl über die Schlussphase. Mit den ersten 70 Minuten war der Ulmer Trainer weitgehend zufrieden: „Absolute Hochachtung vor der Leistung der Mannschaft. Phasenweise hat sie es sehr gut gemacht.“ Einziges Manko war die Konsequenz vor dem gegnerischen Tor, „da müssen wir noch nachlegen“.

Dass Felix Hörger in der Nachspielzeit nur den Außenpfosten traf, war Pech. Zuvor (86.) hatte Holger Betz bei einem Distanzschuss von Ante Galic gerettet. „Beide Mannschaften hätten gewinnen und verlieren können. Somit ist das Unentschieden gerecht, niemand braucht sich zu beschweren“, so Reutlingens Trainer Georgi Donkov.

 

Hier geht's zu den Video-Highlights der Partie.
 
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