SSV 46: "Der größte Gegner ist der eigene Kopf"

Spatzen-Motto: Mund abputzen, weitermachen. Im Heimspiel gegen Bayern Alzenau will Fußball-Regionalligist SSV Ulm 1846 am Samstag Gutmachung für die Pleite gegen Hessen Kassel betreiben.

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Die Niederlage gegen Hessen Kassel saß tief. "Wir müssen schnell regenerieren und dieses Spiel vergessen", forderte Trainer-Präsident Paul Sauter. Also, den Mund abputzen und weitermachen. Folglich richtet sich der Blick bei den Regionalliga-Fußballern des SSV Ulm 1846 trotzig auf die nächsten Ziele. "Wir blicken nach vorne", betont Sauter. Da wäre das Heimspiel am Samstag (14 Uhr) im Donaustadion gegen den FC Bayern Alzenau.

Der Verein aus dem 19.000-Einwohner-Städtchen am Main - in der vergangenen Saison Tabellenletzter, aber wegen der Liga-Reform nicht abgestiegen - kämpft auch in der laufenden Runde gegen den Rutsch in die Oberliga. Als Tabellenvorletzter reisen die Unterfranken, deren sportliche Heimat schon seit 1992 aufgrund der kürzeren Distanzen das benachbarte Hessen ist, an die Donau.

Dann trifft die schlechteste Auswärtsmannschaft (Alzenau) auf die zweitbeste Heimelf (SSV 46) der Liga. Demnach eine klare Sache. Doch der Ulmer Coach warnt: "Der größte Gegner ist der eigene Kopf." Und deshalb will Paul Sauter überhaupt keine Überheblichkeit aufkommen lassen. "Vom Tabellenstand wird Alzenau unterschätzt. Wir müssen dem Gegner Respekt zollen und ihn ernst nehmen." Sauter weiß, wovon er spricht. Die Gäste, bei denen der Ex-Bundesligaspieler Jochen Seitz (Kaiserslautern, HSV, VfB Stuttgart, Schalke 04) der Star ist, kommen mit breiter Brust. Erst am Dienstag hat Alzenau mit einem 3:1-Heimerfolg gegen TuS Koblenz aufhorchen lassen, kurz zuvor hatte es auch gegen den SV Elversberg zum 1:0-Erfolg gereicht.

Umso bemerkenswerter, da die Unterfranken die Mission Klassenerhalt ohne ihren siebenmaligen Torschützen David Lange angehen müssen. Der Mittelfeldspieler erlitt vor zwei Wochen einen Mittelfußbruch und wird diese Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. "Eine Mannschaft, die Koblenz wegschießt, dürfen wir nicht unterschätzen", mahnt Sauter.

Immerhin haben die Gäste nach der Dienstagsbegegnung keine längere Regenerationszeit als die Spatzen vorzuweisen. Ob Abwehrchef Daniel Reith am Samstag wegen seiner Verletzung aus dem Spiel in Koblenz nach zwei Spielen Pause wieder einsatzfähig ist, macht Trainer Sauter von der heutigen und morgigen Trainingseinheit abhängig.

Den 25-Jährigen vermisst der Coach besonders "in den engen Partien" als Kommandogeber. "Reith ist einer, der seine Mitspieler puschen kann." Erstmals nach seinem Mittelfußbruch könnte Maximilian Gebert wieder im Aufgebot stehen. Ganz eindringlich appelliert der Ulmer Trainer-Präsident nochmals an alle Fans: "Wenn Ihr uns wohl gesonnen seid, unterstützt die Mannschaft", ruft Sauter zum Schulterschluss von Spielern und Zuschauern auf.

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