Spatzen-Trainer Flitsch hat nahezu die freie Auswahl

Als Favorit geht Regionalligist SSV Ulm 1846 Fußball am Samstag in das Heimspiel gegen Drittliga-Absteiger FSV Frankfurt.

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Felix Nierichlo (Mitte), hier im Kopfballduell mit dem Mainzer Justin Petermann, kämpft um einen Platz in der Startformation.  Foto: 

Immer wieder FSV. Eine Woche nach dem 2:2 beim Drittliga-Absteiger FSV Mainz 05 II hat der SSV Ulm 1846 Fußball am Samstag (14 Uhr, Donaustadion) den FSV Frankfurt zu Gast. Bis zur Saison 2015/16 bestand zwischen den Spatzen und den Hessen noch ein Drei-Klassen-Unterschied. Doch nach dem doppelten Abstieg der sich momentan in einem Insolvenzverfahren befindlichen Frankfurter von der zweiten in die vierte Liga und dem Aufstieg der Spatzen in der vergangenen Saison von der Ober- in die Regionalliga liegen die Ulmer aktuell um vier Punkte und drei Tabellenplätze vor den auf Rang 15 platzierten Frankfurtern Und gehen als Favorit in die morgige Auseinandersetzung.

Dafür spricht auch der aktuelle Trend. Das seit vier Spieltagen sieglose Team aus dem Frankfurter Stadtteil Bornheim kam nach drei Niederlagen in Folge am vergangenen Wochenende gegen Steinbach immerhin zu einem 0:0. Die Spatzen hingegen sind mit dem 2:2 in Mainz seit nunmehr sechs Punktspielen  – und rechnet man die beiden WFV-Pokalbegegnungen in Mietingen und Neuhausen hinzu sogar in acht Partien – ungeschlagen. Das Team von Trainer Tobias Flitsch kann also mit breiter Brust im Donau­stadion auflaufen, während die Elf seines Kollegen Alexander Conrad zuletzt doch arg verunsichert wirkte.

Noch nicht zufrieden mit Serie

„Noch haben wir mit nur 14 Punkten nicht viel erreicht. Unser Fokus ist darauf ausgerichtet, von da unten rauszukommen. Wir dürfen nicht aufhören, uns ständig weiter zu verbessern“, gibt sich Flitsch nach dem Saisonfehlstart mit der momentanen Erfolgsserie noch nicht zufrieden.

Beim Bemühen, nun ja nicht locker zu lassen, kommt dem Ulmer Coach die derzeitige Personalsituation entgegen. Bis auf den verletzten Luca Graciotti steht ihm derzeit sein gesamter Kader zur Verfügung. Und der ist mit 26 Spielern nicht gerade klein. Der Kampf um einen Platz in der Startformation ist voll entbrannt. „Im Training wird gut gearbeitet. Jeder gibt Gas, so muss das sein“, freut sich Flitsch über das Engagement seiner Spieler.

Gegen die Frankfurter steht ihm wieder Stand-by-Spieler Tim Göhlert zur Verfügung. Auch Michael Schindele, der in Mainz krankheitsbedingt hatte pausieren müssen, ist wieder fit. Johannes Reichert hindern die Fäden in seiner Lippe, die nach einem Zusammenprall mit einem Mainzer Spieler mit sieben Stichen hatte genäht werden müssen. nicht daran, am Samstag wieder aufzulaufen. Und auch auf Alper Bagceci will der Ulmer Trainer nicht verzichten, obwohl der 33-Jährige beruflich bedingt nicht jede Trainingseinheit mitmachen kann. „Er hat Riesenlust auf Fußball und tut unserem Spiel sehr gut. Für mich ist er mehr als nur ein Stand-by-Spieler.“

Das 2:2 im intensiven Spiel in Mainz am Ende zweier englischer Wochen  hat die Ulmer viel Kräfte gekostet. Doch mittlerweile ist der Akku wieder aufgeladen. Die Frankfurter mussten unter der Woche im hessischen Pokal die Achtelfinal-Begegnung beim Fünftligisten RW Hadamar bestreiten und holten sich mit dem 2:1 ein kleines Erfolgserlebnis..

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