Reichert trifft mit Spatzen auf Ex-Klub Kaiserslautern

Wenn der SSV Ulm 1846 Fußball auf den 1. FC Kaiserslautern II trifft, kann Abwehrmann Johannes Reichert ein Kribbeln nicht verleugnen.

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Will es gegen Kaiserslautern natürlich besonders gut machen: SSV-Abwehrspieler Johannes Reichert.  Foto: 

Er versuchte, sich nichts anmerken zu lassen. Doch wenn Johannes Reichert in den vergangenen Tagen auf die Partie (Mittwoch, 19 Uhr) gegen den 1. FC Kaiserslautern II angesprochen wurde, waren die Emotionen spürbar, die der Verein aus der Pfalz beim Abwehrspieler des SSV Ulm 1846 Fußball noch immer weckt. Gegen den Verein, bei dem er in den vergangenen zwei Spielzeiten 50 Regionalligaspiele absolvierte, kann Reichert mit seiner Mannschaft nach der jüngsten 1:2-Niederlage beim Spitzenreiter SV Elversberg mit einem Heimsieg wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Für Reichert ist das Match gegen das Nachwuchsteam des Zweitligisten eine Begegnung mit seiner Vergangenheit.

„Das war eine spannende und tolle Zeit. Die Erfahrungen, die ich da gemacht habe, will ich nicht missen“, schwärmt Reichert von den Roten Teufeln, bei denen mit Manfred Paula ein Ex-Ulmer Trainer der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums ist. „Wichtiger als der Verein sind mir aber immer die Menschen, mit denen man zu tun hat und zu denen man den Kontakt nicht abreißen lassen sollte.“

Obwohl sein Abgang vom Betzenberg bekanntlich nicht so schön war. Bereits nach der ersten Saison hatte er sich zum Führungsspieler entwickelt und wurde in der zweiten Saison zum Kapitän berufen. Als im September 2015 U-23-Coach Konrad Fünfstück Nachfolger von Kosta Runjaic bei den Profis wurde, rückte Reichert in den Zweitligakader auf und stand dort fünfmal im Aufgebot. Die Aussicht auf einen Profivertrag für die neue Saison war groß, doch die Entlassung von Trainer Fünfstück machte alle Hoffnungen zunichte. Keine Vertragsverlängerung, keine Zukunft – weder bei den Profis noch in der U 23.

„Das gehört zum Geschäft“, blickt Reichert ohne Gram zurück. „Nach den turbulenten Zeiten, die ich beim SSV 46 mit zwei Insolvenzen erlebt habe, ein herber Schlag“, beteuert der 25-Jährige, der alle Jugendmannschaften beim SSV 46 durchlaufen hat. Mit seinem Heimatverein SSV 46 kam Johannes Reichert dann schnell ins Reine. „Es war alles sehr stimmig“, berichtet der Abwehrmann, für den ohnehin kein anderer Verein in Frage kam.

Wie knifflig die Aufgabe gegen den Drittletzten der Tabelle wird, weiß Reichert zu gut. An der Rollenverteilung lässt er jedoch keine Zweifel: „Wir sind der Favorit.“ Unter Trainer Hans Werner Moser hat die Lauterer U 23 in dieser Saison nach dem Auftaktsieg gegen Trier (3:1) die folgenden sechs Spiele hintereinander nicht mehr gewonnen. Aber wenn der SSV 46 gegen den FCK in der Regionalliga gespielt hat, ist es bislang nicht so gut gelaufen: Drei von vier Partien haben die Spatzen verloren. Hoffentlich kein schlechtes Omen für Heimkehrer Reichert. So wollen sie spielen: Birk – Reichert, Krebs, Sturm, Fassnacht – Bagceci, Sapina, Sauter, Graciotti – Rathgeber, Braig.

Gegentribüne frei

Kommando zurück
Anders als vom SSV Ulm 1846 Fußball in der vergangenen Woche verkündet, ist die Gegentribüne beim Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern II für alle Besucher geöffnet. Einschränkungen wegen des Einstein-Marathons, wie zunächst angedeutet, gibt es laut Wolfgang Beck, Abteilungsleiter Leichtathletik beim SSV Ulm 1846, keine.

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