Regglisweilers Trainer fühlt sich im Stich gelassen

Trainer Manfred Nerbas fühlt sich beim Fußball-Landesligisten TSV Regglisweiler im Stich gelassen. Bei Türkgücü Ulm stockt die Personalplanung.

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Die 0:7 (0:3)-Klatsche des TSV Regglisweiler beim TSV Bad Boll war voraussehbar. Noch am Donnerstag hatte Regglisweilers Trainer Manfred Nerbas per SMS bei seinen Landesligaspielern nachgefragt, wer beim vorletzten Saisonspiel überhaupt zur Verfügung steht. Das Echo war bis zur Abfahrt des Mannschaftsbusses vernichtend: Gerade mal sechs Akteure aus der ersten Garnitur standen parat.

Dementsprechend war schon vorher mit einer erheblichen personellen Anleihe bei der zweiten Mannschaft (Kreisliga B/Iller), die dann wegen Personalnot ihr Punktspiel beim SV Jedesheim (Wertung 0:3) absagen musste, Vorsorge getroffen worden. Entsprechend angefressen war Nerbas nach der sportlichen Bankrotterklärung.

Nachdem durchgesickert war, dass es in der neuen Saison keinen Landesliga-Fußball mehr in Regglisweiler geben wird, hatte die Mannschaft mitsamt Trainer in einer internen Sitzung noch Treueschwüre geäußert. "Wir haben gesagt, dass wir das gemeinsam durchziehen. Nun nehmen sich Spieler frei oder machen andere Dinge. Ich halte mich an mein Wort. Da könnte sich manch einer eine Scheibe abschneiden", kritisiert Nerbas. Zum Glück ist das Regglisweiler Trauerspiel nach der Partie am Samstag gegen Germania Bargau beendet.

Beim 1:3 (0:1) des SC Türkgücü Ulm gegen den SC Geislingen gab es lediglich Kritik an der mangelhaften Chancenverwertung. "Wir hätten eigentlich gewinnen müssen", bilanzierte Nedim Dastan vom Trainergespann. Ihm stößt die schleppende Kaderplanung für die kommende Saison sauer auf. "Wir sind viel zu spät dran. Dabei wissen wir doch schon länger, dass wir absteigen müssen. Ich habe das Gefühl, dass noch einige Spieler gehen werden", fügt Dastan hinzu.

Mit Fatih Akinci (SV Lonsee), Waldemar Schaab (SC Bubesheim) und Kai-Uwe Grün (ESC Ulm) haben erst drei Akteure ihre neue sportliche Heimat verkündet. Dastan und sein Trainerpartner Salih Altintas müssen sich auf eine Bezirksliga-Spielzeit fernab der Meisterschaftszone einrichten. Dastan: "Das wird ein ganz schwieriges Jahr. Wir müssen schauen, dass wir die Bezirksliga halten. Mehr wird wohl nicht drin sein."

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