Rammingen verliert Fußball-Bezirks-Relegation mit 0:3 gegen Jungingen

Fußball-Aufstieg auch ohne Wimpel: Der SV Jungingen siegt im entscheidenden Relegationsduell 3:0 und schickt die SF Rammingen in die Kreisliga.

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Rammingen gegen Jungingen (rot), nach dem Schlußpfiff beim Relegationsspiel. In der Mitte Trainer Klaus Loser.  Foto: 
Applaus für alle! Das war der unüberhörbare Lohn für zwei Mannschaften, von denen eine ihr Klassenziel erreicht hatte und die andere nicht. Gleichwohl entwickelten die Fans der SF Rammingen ein feines Gespür für das, was dieser Moment am Ende einer Bezirksligarunde erforderte: dankbare Anerkennung für eine Saison, in der es ihre Mannschaft schließlich verpasste, als Aufsteiger den Klassenerhalt zu sichern. Den entscheidenden Unterschied zu dem als Tabellen-14. abgestiegenen Rammingern verdeutlichte der SV Jungingen mit seinem verdienten 3:0 (1:0)-Erfolg gestern Abend in Oberelchingen vor 1800 Zuschauern.

400 Fans aus Jungingen feierten ihre Mannschaft, die nach Treffern von Michael Späth (8., 69.) und Sabit Sarikaya (85.) erst über den Umweg Relegation endlich am Ziel war. Willkommen in der Bezirksliga!

Fünf Jahre nach dem Abstieg in der Saison 2009/2010 ist der Mannschaft von Trainer Klaus Loser die Rückkehr geglückt. Dabei war schon alles bereitet vor knapp zwei Wochen für die große Sause, für die Aufstiegsfeier des SV Jungingen. Nachdem aber der entscheidende Schritt beim 0:0 in Altheim/Alb fahrlässig ausgelassen worden war, hieß der Rettungsanker Relegation. Vor dem Glücksmoment lagen aber 90 Minuten harte Arbeit.

Mit welchem Plan die Mannschaft von Spielertrainer Florian Steck auch in das Spiel gegen Jungingen gegangen war – nach acht Minuten war er zerstört. Einen gefühlvollen Pass von Marco Kogler veredelte Torjäger Späth zur frühen Führung. Es dauerte eine halbe Stunde bis der Bezirksligist zu Torchancen kam. Zunächst zirkelte Tobias Rutsch (31.) einen Eckball an die Latte, dann rutsche Marcel Steck (33.) an einer Flanke von Philipp Klaiber vorbei. „Wir haben nicht die Durchschlagskraft entwickeln können, wie wir uns das vorgestellt haben“, beklagte Spielertrainer Steck.

Auch in der zweiten Hälfte dominierte Jungingen als spielerisch überlegene Elf die Partie. Bis zur 67. Minute behielt sich das Schicksal indes die Möglichkeit offen, den Aufstiegstraum doch noch zu vermasseln. Dann aber erlöste erneut Späth sein Team. Aber: Wegen seiner Ladehemmung hatte ihm Trainer Loser eine Strafarbeit aufgebrummt – Späth musste auf einem Zettel 100 Fußballtore zeichnen. Den Glücksbringer trug er während der Partie unterm Schienbeinschützer. Ohne Maskottchen erzielte Sarikaya fünf Minuten vor Schluss das Tor, das letztlich den Weg in die Bezirksliga definitiv ebnete. „Jetzt feiern wir erst einmal zwei Tage, dann machen wir unserer Jahresausflug nach Südtirol“, sagte Abteilungsleiter Markus Durst, der gestern seinen 42. Geburtstag feierte. Noch ein Grund zum Feiern.

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