Neue Fußball-Mannschaft: SV Hörvelsingen will kein Kanonenfutter sein

Der Funke für die Gründung einer Fußballabteilung beim SV Hörvelsingen glühte schon drei Jahre. Aber erst jetzt wurde daraus ein Flächenbrand. Mit 22 Spielern steigt der Neuanfang nach 43 Jahren Auszeit.

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Beim SV Hörvelsingen gemeinsam am Ball: Abteilungsleiter Dominik Krais, Trainer Wolfgang Stuchlik und Abteilungs-Vize Daniel Bosch (v. r.).  Foto: 

Die Initialzündung für die Neugründung einer Fußballabteilung und die Meldung einer Mannschaft am Spielbetrieb für die kommende Saison lieferte das Himmelfahrtsfest am 9. Mai auf dem Gelände auf dem Ofenloch des SV Hörvelsingen. Alljährlich kommt es dann zum fußballerischen Kräftemessen zwischen Kickern aus dem Ober- und dem Unterdorf des 700 Einwohner großen Stadtteils von Langenau. "Wir wollten einfach im eigenen Wohnort und für den Heimatverein spielen", sagt SVH-Abteilungsleiter Dominik Krais. Er wechselt wie die Brüder Jochen und Markus Thierer sowie Bastian und Daniel Bosch vom Kreisligisten TSV Altheim/Alb (B/Alb) zum SV Hörvelsingen.

Wenig begeistert über diesen Schritt des Quintetts, das wie fünf weitere Akteure aus dem 22 Spieler starken SVH-Kader ihren Lebensmittelpunkt in Hörvelsingen hat, war natürlich Altheims Abteilungsleiter Holger Gnann. "Wir haben für die kommende Saison alles an ehemaligen Jugendspielern mobilisiert, damit wir weiter eine zweite Mannschaft stellen können", betont er. Zumal Gerwin Ulmer noch zum A/Alb-Verein TSV Bernstadt gehen wird und vier Akteure wegen ihres Studiums oder ihrer Meisterschule nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Neuer Spielertrainer wird Bülent Haki (bisher SG Ersingen, Kreisliga A), der Udo Weigand (steht familiär bedingt nur als Spieler zur Verfügung) ablöst.

Höchstwahrscheinlich wird der SV Hörvelsingen, der zwischen 1970 und 1977 nur dank einer Mindestmitgliederzahl von sieben Personen überhaupt noch im Vereinsregister geführt worden war, in die gleiche Spielklasse wie Altheim/Alb eingeteilt. Und dort wollen der 23-jährige Groß- und Außenhandelskaufmann Krais, sein 20-jähriger Abteilungs-Vize Daniel Bosch und Co. im Gegensatz zu einigen andere negativen Beispielen aus der jüngeren Vergangenheit (FC Weißenhorn, SSC Stubersheim, Ataspor Neu-Ulm, VfR Unterfahlheim) nach Neuanmeldung zum Spielbetrieb kein Kanonenfutter abgeben.

Nur vier Hörvelsinger Kicker haben bislang noch keine Erfahrungswerte im Aktivenbereich vorzuweisen. Dementsprechend zuversichtlich ist Krais: "Wir sollten eigentlich von solchen Resultaten dieser Mannschaften weit entfernt sein. Ein Platz zwischen Rang neun und elf ist möglich." Hoffnungsträger ist auch der neue Trainer Wolfgang Stuchlik, zuletzt beim Bezirksligaanwärter TSV Langenau und früher Landesligakicker beim SC Vöhringen. Er erwies sich auch bei der Ansprache von Spielern für einen Wechsel aus den umliegenden Klubs zum SVH als Zugpferd.

Nicht von ungefähr herrscht große Hoffnung auf eine dritte lang anhaltende Fußball-Ära (zuvor 1948 bis 1955 und 1956 bis 1970 jeweils in der damaligen C-Klasse) in dem inzwischen 400 Mitglieder zählenden Verein. Krais: "Es weiß keiner, wo es eigentlich hingeht. Wenn sich aber die Mannschaft gut entwickelt und wir noch gute Spieler hinzubekommen, wollen wir eine feste Größe in der Liga werden."

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