Landesligisten in der Gefahrenzone

Mit dem 1:6 beim 1. FC Heiningen ist der TSV Blaustein mit 18 Gegentoren die Schießbude der Fußball-Landesliga. Der TSV Neu-Ulm verlor erneut 0:1. 

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Enge Kiste: Der TSV Neu-Ulm, im Bild Trung Hieu Doan, hat knapp gegen die TSG Hofherrnweiler verloren.  Foto: 

Trainer Oliver Seitz wollte die 1:6-Packung des TSV Blaustein beim Verbandsliga-Absteiger 1. FC Heiningen erst gar nicht schön reden. „Wir müssen froh sein, dass das Resultat nicht noch höher ausgefallen ist“, gestand er. Denn nach dem 1:4 durch Salvador Estevez Hernandez (57., Foulelfmeter)   hatten sich die völlig überforderten Gäste ihrem Schicksal ergeben. Torwart Kevin Minsch hatte den Strafstoß verursacht, als er in der Nähe der Torauslinie einen Heininger Stürmer überflüssigerweise von den Beinen geholt hatte. „Die Enttäuschung ist natürlich riesengroß“, fügte Seitz nach der vierten Niederlage in Serie hinzu. Dabei hatten die Blausteiner dem Favoriten zunächst gehörig auf den Zahn gefühlt. Die Heininger Kicker gifteten sich auf dem Spielfeld schon untereinander an. Doch Fehler vor den Gegentoren durch Hernandez (7.), Daniel Perez Castaneda (33.) und Benjamin Kern (41.) beförderten den TSV auf die Verliererstraße. Durch den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer durch Jannik Otto (34., Handelfmeter) keimte nur kurz Hoffnung bei den Seitz-Schützlingen auf.

Nun heißt es vor dem Kellerduell am Samstag gegen das Schlusslicht  SC Geislingen Wunden lecken. Die Blausteiner stehen erstmals in dieser Spielzeit auf einem Abstiegsplatz. Seitz: „Dieses Spiel müssen wir nun analysieren und dann sehr schnell abhaken.“

Ebenfalls in der Gefahrenzone der Liga ist aber schon seit Saisonbeginn der TSV Neu-Ulm beheimatet. Das 0:1 (0:0) im Stadion am Muthenhölzle gegen die TSG Hofherrnweiler war in der achten Saisonpartie bereits die vierte 0:1-Niederlage (neben Hofherrnweiler noch die Heimspiele gegen Geislingen und Blaustein sowie beim TSV Köngen). „Das zeigt, dass wir durchaus die Klasse für diese Liga haben. Wir dürfen aber sicher nicht 20 Mal so verlieren. Da müssen wir etwas ändern“, sagte Neu-Ulms Trainer Ünal Demirkiran.

Wobei die Begegnung gegen Hofherrnweiler fast ein Abziehbild von der unnötigen Pleite in Köngen war. Für die technisch durchaus beschlagenen Neu-Ulmer Kicker war der erneut holprige Untergrund eher Gift. „Es gab viele Zweikämpfe und viel Mittelfeldgeplänkel. Eigentlich hätte angesichts der fehlenden Torraumszenen eine Nullnummer herauskommen müssen“, betonte Demirkiran. Zahlreiche Flanken über die Außenpositionen kamen zwar in den Strafraum von Hofherrnweiler. Doch der Ball fand nie den richtigen Abnehmer. „Wer dann einen Fehler macht, wird eben bestraft“, meinte er zu der spielentscheidenden Szene als Niklas Groiß (51.) für das Tor des Tages sorgte. Tatenlos sahen die Platzherren zu, wie Groiß durch das Mittelfeld spazierte und dann aus 18 Metern ins Schwarze traf.

Keine guten Neuigkeiten gibt es derweil von Kubilay Yesilöz. Der TSV-Stürmer war schon am Anfang der Saison mit Verdacht auf Hirnhautentzündung ausgefallen. Er hatte inzwischen wieder gespielt. Nun treten die gleichen Krankheitssymptome erneut auf. Er muss Antibiotika einnehmen. Seine Rückkehr aufs Spielfeld ist noch nicht absehbar.

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