Fußballchef des SV Göttingen hofft auf Trendwende

Boris Hausberger, Fußballchef des Kreisligisten SV Göttingen, hofft auf die stabile Trendwende in seinem Verein.

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Boris Hausberger mit Trainer Claus Wolf.  Foto: 

Der SV Göttingen hat schon bessere Zeiten erlebt. Es ist erst vier Jahre her, da gelang dem Klub aus dem 1150-Seelen-Stadtteil Langenaus der Sprung in die Bezirksliga. Einigkeit und Harmonie kann bekanntlich Berge versetzen.

Doch schon damals sorgte ein Keil zwischen erster und zweiter Garnitur für Unmut. „Der Zusammenhalt, der uns Jahre lang stark gemacht hat, ist verloren gegangen“, so begründet  Boris Hausberger, der 36 Jahre alte Diplom-­Betriebswirt, den Absturz aus den fußballerischen Höhen des Bezirks auf den letzten Platz in der Kreisliga B/Alb. Er ist der vierte Abteilungsleiter in drei Jahren. Konstanz sieht anders aus.

Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga im Jahr 2014, als einige Spieler den Klub verließen, war der extreme Niedergang nicht absehbar. In der vergangenen Spielzeit schien in Göttingen jedoch das Chaos zu regieren. Zeitweise kamen nur acht Spieler zum Training. Manche Einheit musste mangels Personal abgesagt werden. „Ohne Training kannst du auch in der Kreisliga A nichts reißen“, weiß Hausberger, für den sein Einstieg als Fußballchef vor acht Monaten eine Herzensangelegenheit war. „Ich bin mit dem Verein verheiratet“, scherzt das SVG-Eigengewächs, auf dem Spielfeld selbst noch als Allzweckwaffe auf fast allen Positionen im Einsatz. Wie passend, dass seine Frau Mona-Lisa, mit der er vor sieben Jahren in den Bund der Ehe trat, ebenfalls sehr aktiv am Klubleben teilnimmt. Dagegen verkündeten Alexander Fink, der zum SV Asselfingen ging, und Tobias Maier, den es zum FC Burlafingen zog, zwei Schlüsselspieler bereits in der Winterpause ihren Abschied zum Saisonende. Diese Hiobsbotschaft löste einen Dominoeffekt aus. Neun weitere Kicker verließen die Göttinger nach dem Abstieg aus der A/Alb. In der Relegation um den Klassenerhalt mussten drei Talente, die auch in dieser Runde bei den A-Junioren spielen, eingesetzt werden.

 Das endgültige Aus des Klubs stand nie zur Debatte. Zwar gibt es keine Reservemannschaft mehr, und die ersten vier Spiele in der Sicherheitsliga gingen verloren. Doch vor der Partie am Sonntag (15 Uhr) gegen Spitzenreiter Scharenstetten zeigt der Trend noch oben. Trainer Claus Wolf und Assistent Max Maier freuen sich über gut besuchte Übungseinheiten. „Der größte Erfolg wäre“, sagt Hausberger, der Unverdrossene, „wenn wir es schaffen, dass auch im letzten Training der Saison 15 Spieler auf dem Platz stehen.“

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