Illertissen: Trainer Holger Bachthaler schmeißt hin

Nach der 0:4-Niederlage des FV Illertissen in Bayreuth ist Holger Bachthaler zurückgetreten. Es sei  jetzt der richtige Zeitpunkte, sagte der Trainer.

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Hat das Handtuch beim FV Illertissen geworfen: Trainer Holger Bachthaler.  Foto: 

Das Kräftemessen mit der SpVgg Bayreuth hatte Fußball-Regionalligist FV Illertissen mit 0:4 verloren  – und danach auch den Trainer. Holger Bachthaler  trat nach der insgesamt sechsten Niederlage zurück (Tabellenplatz 13). Nein, widersprach Bachthaler, direkt mit den drei Niederlage am Stück habe sein Rückzug nichts zu tun. „Ich habe mir schon seit zwei Wochen überlegt, was ich mache. Nach der Saison hätte ich ohnehin in Illertissen aufgehört. Jetzt haben beide Seiten viel Zeit, um alles zu planen. Für mich ist das der richtige Zeitpunkt“, erklärte Bachthaler, der zuletzt  viereinhalb Jahre die erste Mannschaft des FV trainiert hat und dabei als  bayerischer Amateurmeister zweimal in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals kam.

Der 41-Jährige macht kein Hehl aus der Tatsache, dass die vergangenen zwei Jahre mit der Ausbildung zum Fußball-Lehrer in Köln und seiner Tätigkeit beim FVI viel Kraft gekostet hat. „Es tut mir bestimmt gut. jetzt einige Wochen oder Monate etwas weniger zu tun“, sagte Bachthaler, der hauptberuflich auch noch bei der Stadt Senden angestellt ist. Über kurz oder lang möchte Bachthaler jedoch in den bezahlten Fußball: „Sonst hätte ich Ausbildung nicht machen müssen. Ich gehe nicht im Groll nach all diesen erfolgreichen Jahren in Illertissen.“

Wer Nachfolger von Holger Bachthaler wird, steht noch nicht fest. Ein Kandidat könnte Dieter Märkle sein, der bereits vor der Saison schon eingesprungen wäre, wenn Bachthaler eines der Angebote im Sommer angenommen hätte. Märkle ist aktuell Leiter des Nachwuchsleistungszentrums    bei den Stuttgarter Kickers.  

Der neue Trainer  wird einiges an Geduld und vielleicht einen Schub neuer Ideen mitbringen müssen.  0:5 gegen Unterhaching, 2:5 gegen Ingolstadt, nun das krachende 0:4 in Oberfranken.  Die Richtung in der bayerischen Regionalliga ist unübersehbar: Die Illertisser taumeln in Richtung Abstiegszone.

Wie kommt es, dass eine Mannschaft, die nach mäßigem Saisonstart in die Gänge gefunden hatte und stolze Erfolge bejubeln durfte,  so aus den Fugen gerät und derzeit nur noch den Spielball des jeweiligen Gegners darstellt? Auffällig sind neben den Pleiten  die vielen Gegentore, die der FVI einstecken muss.  Wird das Totopokal-Spiel gegen die SpVgg Unterhaching einbezogen, haben sich die Illertisser in den zurückliegenden vier Partien 18 Treffer eingefangen. Wo also der Schuh drückt, dürfte klar sei: nämlich in der Defensive.

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