Illertissen in Tolaune: Dreierpack von Nollenberger

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Das hat es in den sechs Jahren bayerische Regionalliga auch noch nicht gegeben: Die Fußballer des FV Illertissen treffen in einem Spiel gleich sieben Mal ins gegnerische Tor. So geschehen am vergangenen Samstag, als die Mannschaft von Trainer Ilija Aracic dem bedauernswerten SV Schalding-Heining  nach einem Pausenstand von 5:0 mit einem 7:1-Kantersieg heimgeleuchtet hat. Dies bedeutete den höchsten Sieg, den die Illertaler bislang in der vierthöchsten Spielklasse realisieren konnten.

Wie immer, wenn ein Erfolg in unvorhergesehenen Dimensionen stattfindet, kommen mehrere Dinge zusammen. Zum einen präsentierten sich die Hausherren vor 350 Zuschauern im Vöhlinstadion in Top-Verfassung, die sich dadurch ausdrückte, dass man nach 20 Minuten bei einer 3:0-Führung bereits von einer Vorentscheidung sprechen konnte.

Dazu ein hoch zufriedener Trainer Aracic nach den 90 begeisternden Minuten: „Das,  was  uns in den den letzten Spielen abgegangen war, nämlich das konsequente Ausnutzen der Torchancen, war heute ganz anders. Wir haben vor allem in der ersten Hälfte unsere Möglichkeiten fast optimal abgeschlossen.“ Vor allem die Stürmer, denen in der zurückliegenden Spielrunde  nicht zu Unrecht fast jede Torgefährlichkeit abgesprochen werden musste, konnten sich gegen die Passauer austoben.

Allen voran der junge Alexander Nollenberger, der gleich dreimal ins Schwarze traf und so seine Trefferquote auf fünf Erfolgserlebnisse  steigerte. Auch Daniel Lang trat gleich zweimal als Torschütze in Erscheinung und ist  nun auch schon dreimal in dieser Saison  erfolgreich. Dazu  kamen noch zwei verwandelte  Strafstöße, die  Nicolas Jann und Marco Hahn gekonnt einschossen. Beide waren an dem unternehmungslustigen  Jann begangen worden. Allerdings reichlich unnötig, wie ein frustrierter Passauer Spielertrainer Stefan Köck feststellen musste.

Indisponierte Gäste

Überhaupt  sparte  der Gäste-Coach nach dem Desaster nicht mit harscher Kritik an sich und seinen Schützlingen: „Wir haben katastrophale Fehler gemacht, sind nie in die Zweikämpfe gekommen und haben dazu noch zwei völlig unsinnige Foulelfmeter verursacht“, grantelte der Abwehr-Chef vom SV Schalding-Heining, der schon in der Vorwoche  bei seiner 1:4-Heimpleite gegen 1860 München viele Unzulänglichkeiten bei seiner Mannschaft einräumen musste.   Einziger Lichtblick: Nach dem Seitenwechsel konnte der SV  die Illertisser Torflut wenigstens  einigermaßen einschränken und ließ nur noch zwei Einschläge zu.  „Wir haben da auf Schadensbegrenzung gespielt“,  gestand Köck. Zudem  nahmen  auch die Illertisser unübersehbar den Fuß vom Gaspedal.

An diesem Donnerstag kann der Tabellenvierte seine Frühform unter Beweis stellen, wenn er  im ausverkauften Grünwalder  Stadion (19 Uhr)  bei Primus 1860 München seine Aufwartung macht. Aus Sicherheitsgründen wurde diese Partie vorverlegt. Am  darauf folgenden Dienstag (18 Uhr)  sind die Illertisser in der zweiten Runde des bayerischen Toto-Pokals Gast des Bayernliga-Aufsteigers  TSV Schwaben Augsburg.

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