Holzheim ist Bezirksligist

Erst Aufstieg, dann neuer Trainer: Der TSV Holzheim besiegt Türkgücü Ulm 4:2 und verpflichtet Hubert Gürntke als neuen Trainer.

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Relegationshelden (fast) in Weiß: Der TSV Holzheim feierte gestern den Aufstieg in die Bezirksliga.  Foto: 

Alle, die statt der Europameisterschaft in Frankreich lieber Spiele sehen wollen, in denen es wirklich um etwas geht und bei denen Tore fallen, kommen bei den Relegationsspielen im Fußballbezirk auf ihre Kosten.

Bei der Entscheidung über den letzten Platz in der Bezirksliga machte am Freitagabend im Neu-Ulmer Muthenhölzle vor der stattlichen Kulisse von 1100 Zuschauern der TSV Holzheim in beeindruckender Art und Weise die Rückkehr nach nur einem Jahr ins Bezirks-Oberhaus perfekt. Die Mannschaft des Trainergespanns Michael und Thomas Schwer setzte sich gegen Türkgücü Ulm mit 4:2 (3:0) souverän durch und schaffte wie der TSV Langenau (2013), TSV Westerstetten (2014) und der SV Jungingen (2015) als unterklassiger Verein über die Relegation den Sprung nach oben.

„Wir haben gewusst, dass wir es drauf haben. Aber dass wir es jetzt geschafft haben, ist einfach unbeschreiblich“, sagte ein strahlender Michael Schwer. „Am Ende ist es nochmals eng geworden“, räumte der Mann an der Seitenlinie ein, während Bruder Thomas sich als Torschütze zum 3:0 (43.) auszeichnete.

Ein Eigentor (3.) und Halit Tiryaki (12.) hatten für eine kommode Halbzeitführung des Kreisliga-Vize gesorgt, die Michael Hornung mit einem Freistoß sogar auf 4:0 (64.) ausbaute. Zwei Treffer der keineswegs bezirkligatauglich aufgetretenen Türken durch Bilal Merkan (69.) und Ali Kanik (75./Foulelfmeter) kamen letztlich zu spät.

„Einen schöneren Abschied kann man sich nicht vorstellen“, tönte das Trainergespann Schwer unisono. Nach neun Jahren verabschieden sich beide zum SV Beuren. Dafür machte TSV-Abteilungsleiter Michael Pretsch unmittelbar nach Abpfiff eine wichtige Personalie perfekt. Als neuer Trainer wird Heribert Gürntke, zuletzt SF Dornstadt, den TSV Holzheim in der neuen Saison trainieren.

Die chancenlose Mannschaft von Dragan Trkulja hat noch einen Strohhalm: Die Hoffnung liegt beim  FV Senden, der bei einem Aufstieg in die Landesliga die Rettung für Türkgücü Ulm wäre.

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