Trainer Baierl zufrieden mit 0:0 gegen SpVgg Unterhaching

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Ein Duell auf Augenhöhe: Spatzen-Abwehrspieler Johannes Reichert (links) und Alexander Piller beim 0:0 des SSV Ulm 1846 im Fußball Testspiel in Unterhaching.  Foto: 

Besser als zu Bundesliga-Zeiten. Im Testspiel bei der SpVgg Unterhaching, dem ungeschlagenen Tabellenführer der Regionalliga Bayern, kam der SSV Ulm 1846 Fußball zu einem beachtlichen 0:0. Und schnitt damit besser ab als in der Saison 1999/2000, als beide Vereine in der Bundesliga spielten und sich die Spatzen am 26. Spieltag durch ein Eigentor von Joachim Stadler  kurz vor Schluss mit 0:1 geschlagen geben mussten.

Das Resultat der Begegnung am Samstag auf Kunstrasen im Hachinger Sportpark täuscht ein wenig über den Spielverlauf hinweg. „Es war ein Spiel  mit vielen Torchancen auf beiden Seiten. Für meinen Geschmack haben wir dem Gegner zu viele Torgelegenheiten ermöglicht. Alle drei eingesetzten Torhüter, auf unserer Seite Holger Betz und Kevin Birk, haben prima gehalten“, befand Stephan Baierl.

Der Trainer des SSV Ulm 1846 Fußball hatte – bis auf die Torhüter, wo die Entscheidung, wer als Nummer eins in die restliche Rückrunde gehen wird noch aussteht – seine momentan stärkste Formation  auflaufen lassen. Verzichten musste Baierl allerdings auf Luca Graciotti (Hüftprellung), eine feste Größe im linken Mittelfeld, und Neuzugang Marco Koch (Erkältung), der für den SSV-Coach ebenfalls eine Option für die Startformation im ersten Punktspiel des Jahres bei Eintracht Trier (19. Februar) ist. Den 21 Jahre alten Offensivmann sieht Baierl im rechten Mittelfeld oder im Sturm. Dort haben die Spatzen mit Thomas Rathgeber und Janik Michel momentan nur zwei Mann zur Verfügung, weil David Braig zum Wiederauftakt noch nicht zur Verfügung stehen dürfte. Der Torjäger kann nach einer Kniereizung noch immer nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. „Deshalb ist es ganz gut, dass wir mit Koch nun einen geradlinigen, schnellen Offensivspieler haben“, freut sich der Trainer.

Er hatte sich im vorletzten Test – am kommenden Samstag folgt noch die Begegnung gegen den  FC Augsburg II auf dem Ulmer Kunstrasenplatz – nicht nach den Stärken und (kaum vorhandenen) Schwächen des Gegners gerichtet, sondern den Fokus ganz auf das eigene Spiel gelenkt. Und war im Großen und Ganzen zufrieden, was seine Schützlinge boten. Nach ein paar Schwierigkeiten in den ersten 15 Minuten fanden die Ulmer ins Spiel und waren den Hachingern ein gleichwertiger Gegner. „Meine Jungs haben sich in diese Begegnung hineingebissen. Es war ein richtig guter, auch harter Test. Doch genau das ist es, was wir brauchen. In Trier wird uns zum Regionalliga-Wiederbeginn ein Gegner erwarten, der in der Winterpause alles getan hat, um dem Abstieg zu entkommen und der entsprechend auftreten wird“, mutmaßt der Ulmer Coach.

Seinen Spielern hat Baierl nun zwei Tage frei gegeben. Am Dienstag startet die vorletzte Trainingswoche, ehe der Liga-Alltag wieder mit den anspruchsvollen Aufgaben in Trier, gegen die Stuttgarter Kickers (25. Februar), beim SV Waldhof (3. März) und gegen Spitzenreiter SV Elversberg (11. März).

Fußball und Winter sind nicht gerade die besten Freunde. Auf vereisten Plätzen und auf schneebedecktem Rasen ist eine sinnvolle Vorbereitung kaum möglich. Wer kann, macht den Abflug. Der ambitionierte Regionalligist TSV Steinbach ist gerade ungeschlagen aus dem Trainingslager im spanischen Alicante zurückgekehrt. Die Offenbacher Kickers befinden sich trotz der Einleitung eines Insolvenzverfahrens Ende Mai 2016 noch bis Freitag in Zypern, wo sie gegen den 26-fachen serbischen Meister Partizan Belgrad einen 2:1-Coup landeten. Nicht ausgeflogen sind die Spatzen. Sie haben bislang ausschließlich auf dem Kunstrasen an der Jahnhalle trainiert. Daran wird sich auch in dieser Trainingswoche (ab Dienstag) nichts ändern. „Wir werden kein Risiko eingehen, auf vereistem Rasen ist die Verletzungsgefahr zu groß“, sagt Trainer Stephan Baierl. In Trier wird, falls es die Bedingungen am 19. Februar zulassen, auf Naturrasen gespielt.Eine Verlegung auf Kunstrasen kommt aus sicherheitstechnischen Gründen nicht in Frage. gek

SpVgg Unterhaching – SSV 46

0:0

SpVgg Unterhaching – SSV 46

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SSV Um 1846 Fußball: Betz (46. Birk) – Reichert, Celiktas, Krebs, Fassnacht – Bagceci (75. Kücük), Sauter (75. Pangallo), Sapina (60. Hörger), Nierichlo – Rathgeber (60. Halili), Michel (75. Gondorf).

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