Aufschwung bei den Spatzen

120 Sponsoren sorgen dafür, dass der SSV Ulm 1846 Fußball solide dasteht und der Etat von über 900.000 Euro gedeckt ist. Zum Treffen der Partner in Dornstadt kam auch DOSB-Präsident Alfons Hörmann.

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Berichtete aus dem Nähkästchen: DOSB-Präsident Alfons Hörmann war Gast beim Sponsorentreffen des SSV Ulm 1846 Fußball.  Foto: 

Als Thomas Oelmayer, Roland Häußler und Anton Gugelfuß vor einem Jahr die Sponsoren des SSV Ulm 1846 Fußball zu einem Treffen in den Barfüßer einluden, fand sich eine recht kleine Gesellschaft ein, die locker an einem Biertisch Platz fand: Gerade Mal acht Sponsoren waren gekommen, erinnern sich die drei Vorstände an den Beginn ihrer Amtszeit zurück, die nach der dritten Insolvenz innerhalb eineinhalb Jahrzehnte geprägt war von Skepsis und Misstrauen gegenüber dem Ulmer Fußball.

Mittlerweile hat sich vieles geändert. Zum diesjährigen Treffen kamen 120 Sponsoren und Partner nach Dornstadt, wo Klaus Mang, Geschäftsführer der Asys Group und Mitglied im Vereinsausschuss des SSV Ulm 1846 Fußball, als Gastgeber fungierte. „Das war ein tolles Feedback, das uns anspornt, weiter in diese Richtung zu arbeiten“, war Anton Gugelfuß regelrecht begeistert über die zweite Veranstaltung, die nicht die letzte gewesen sein soll. Für die Drittauflage im kommenden Herbst hat der Elchinger Unternehmer schon weitere Ideen.

Einer der Gründe für das große Interesse an dieser Veranstaltung dürfte der Ehrengast dieses Abends, Alfons Hörmann, gewesen sein. Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) war trotz eines dichten Terminkalenders nach Dornstadt gekommen und scheute sich nicht, in einer Diskussionsrunde mit SSV-Pressesprecher Ralph Hamann klar Stellung zu aktuellen Themen zu nehmen.

So hinterfragte er in der Debatte um die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 an Deutschland die Rollen des aktuellen DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach und seines Vorgängers Theo Zwanziger. „Er müsste als Schatzmeister des Bewerbungsteams eigentlich den Überblick haben“, wundert sich Hörmann. Dass der Skandal um die WM-Vergabe kein gutes Licht auf die Bewerbung Hamburgs für die Olympischen Spiele 2024 wirft, ist dem DOSB-Präsidenten klar. Dennoch hofft er für das Referendum am 29. November in Hamburg und Kiel auf eine breite Zustimmung zu den Plänen.

Dass Anton Gugelfuß den DOSB-Präsidenten als Gast gewinnen konnte, lag auch an seinem Schwiegervater. Denn der war als Geschäftsführer der Baywa Kempten Hörmanns erster Chef. „Ich werde meinem Schwiegervater ausrichten lassen, dass aus seinem Lehrling was geworden ist“, sagte Gugelfuß.

Dass der Etat der Fußballer mittlerweile auf über 900 000 Euro, darunter 250 000 Euro für die Jugendabteilung, angewachsen ist, ist zum großen Teil den Sponsoren und Werbepartnern zu verdanken, die zwei Drittel davon abdecken. Zu ihnen gehören unter anderem die Firmen Schwenk, Teva, Liqui Moly, Uzin Utz, Inhofer und Peri. Dessen Geschäftsführer Alexander Schwörer arbeitet nun ebenso neu im Vereinsausschuss mit wie Arndt Geiwitz von der gleichnamigen Wirtschaftskanzlei, Markus Kress aus der einstigen Gardena-Familie und Thomas Brackvogel, Geschäftsführer der Neuen Pressegesellschaft.

„Der Haushalt ist eins zu eins gedeckt“, versichert Heribert Fritz als Vorsitzender des Vereinsausschusses, der die Vorstandschaft kontrolliert. „Wir sind mittlerweile recht breit aufgestellt“, freut sich Gugelfuß. Alle sportlichen Wünsche wie die nach einer zusätzlichen Offensivkraft können sich die Spatzen freilich nicht erfüllen. Ein Aufstieg bereits in dieser Saison ist kein Muss. „Wir behalten die Bodenhaftung und tun alles, damit es in ein, zwei Jahren klappt“, so Gugelfuß.

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