Bestnoten für Elchinger Turnier

Der FC Bayern München hat erstmals den U-11-Eurocup des SV Oberelchingen gewonnen. Im Finale des Hallenfußballturniers gabs ein 2:1 gegen Leverkusen. Und noch was gabs: Viel Lob für den Veranstalter

Die Stimmung beim fünften U- 11-Eurocup, dem großen E-Junioren-Hallenfußball-Turnier, war schon vor dem spannenden Endspiel zwischen Bayern München und Bayer Leverkusen (2:1) nicht mehr zu übertreffen und hätte besser nicht sein können. Nicht nur Peter Hauser, als Trainer und Jugendkoordinator des FC Luzern bei allen bisherigen fünf Auflagen vor Ort, war angesichts der insgesamt 4200 Zuschauer an den beiden Tagen aus dem Häuschen: "Dieses Turnier ist einmalig in Europa und nicht mehr zu toppen."

"Eigentlich müsste ich nun aufhören", erwiderte Norbert Fuchs mit einem Augenzwinkern nach diesem Lob aus berufenen Munde. Die Organisatoren Fuchs und Norbert Klug haben für den sechsten U-11-Eurocup (22./23. Januar 2011) schon den nächsten Straßenfeger im Köcher. Es besteht Kontakt zu einer Auswahl aus Namibia. Die Afrikaner sollen nächstes Jahr für noch mehr Zulauf in der Halle sorgen.

Sportlich nicht gerade als Überflieger präsentierten sich die beiden Exoten des Turniers, St. Kevin Boys Club aus Dublin und Zenit St. Petersburg. Für beide Mannschaften waren die Hallenauftritte völliges Neuland. "Wir spielen in Russland mit elf Spielern auf Kunstrasen und ohne Rundumbande. Unsere Spieler sind eher auf Ausdauer trainiert. Außerdem ist das Niveau hier sehr hoch", bekennt Trainer Ivan Shabarov. Begeistert war er von der Betreuung seiner Jungs durch den ehemaligen Torwart des SV Oberelchingen, Manfred Müller, und seiner weißrussischen Frau Marina. "Wir sind sehr zufrieden und sehr erleichtert, dass uns Trainern dadurch ein großes Stück Arbeit abgenommen wurde", fügt er hinzu.

Die Erfahrungen vom U-11-Eurocup wollen die Russen nützen, um im Herbst ein ähnliches internationales Turnier auf dem Feld zu organisieren. Deshalb knüpften sie auch Kontakte zum VfB Stuttgart und zum HSV.

Die Hamburger Talente fanden ihre kleine Waterkant-Oase an der Donau. Die Mitglieder des HSV Fan-Club Blue Danube Ulm kümmerten sich bei der Unterbringung und Verpflegung fürsorglich um die Nachwuchskicker ihres Kultklubs. "Wir wollen ihnen ein Stück Heimat geben. Vor allem sprechen wir alle Hochdeutsch", betont der Fanklub-Präsident und gebürtige Hamburger Michael Kubelke, 47 Jahre alt. "Wir fühlen uns bei den Fans sehr wohl und sie sind auch ganz nett. Außerdem herrscht hier in der Halle eine super Stimmung", lobt der zehnjährige HSV-Spieler Sam Schreck, der mit seinen Mannschaftskameraden nach der 0:3-Niederlage gegen den MSV Duisburg mit Platz vier zufrieden sein musste. Sein Trainer Frank Spitzer, in der neuen Saison Kommandogeber der U 13 beim HSV, sagte: "Das Turnier bekommt im internen Klubranking die Höchstnoten. Das muss für die Zukunft ein Muss-Turnier für eine Teilnahme sein."

Der SSV Ulm 1846 belegte als erfolgreichster Klub der Region Platz acht. Der beim 4:0-Zwischenrundensieg gegen den FC Metz vierfache Torschütze Max Vöhringer steht schon im Notizbuch der Talentsichter wie Hermann Hummels (Bayern München). SSV-Trainer Gerald Rösch: "Der U-11-Eurocup ist einfach das beste Turnier in Deutschland."


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