Spatzen gewinnen Testspiel gegen Illertissen
Zweiter Testspielsieg für den SSV Ulm 1846 Fußball. Bei schwierigen Bedingungen kamen die Spatzen im Prestigeduell gegen den FV Illertissen, Tabellenführer der bayerischen Regionalliga, zu einem 1:0.
Autor: GEROLD KNEHR |Beide Mannschaften mussten nach der harten Vorbereitung unter schwierigen Bedingungen verletzungsbedingt auf einige Akteure verzichten. Die Ulmer waren vornehmlich in der Offensive geschwächt, es fehlten neben den Dauerpatienten Florian Treske und David Braig unter anderen Yannick Agro, Ruben Rodriguez, Ayoze Perez und Maximilian Gebert – alles Leute, die alle viel Betrieb nach vorne machen können. Die Illertisser boten mit Neuzugang Andreas Hindelang, Vitalij Lux, Ardian Morina, Thorsten Rinke und Marc Hämmerle zwar all ihre Offensiv-Asse in der Startformation auf, dafür fehlten Spieler wie Ünal Demirkiran, Tobias Heikenwälder, Florian Peruzzi, Michael Passer oder der neu zum FVI gestoßene Fabian Kling, für den noch keine Spielberechtigung vorlag.
„Wir sind defensiv sehr gut gestanden und haben den Illertissern kaum Torchancen gelassen“, freute sich Sauter über eine „kämpferisch starke Leistung“ seiner Spatzen. Einmal musste sich Ulms Torhüter Holger Betz freilich gewaltig strecken: bei einem Hämmerle-Freistoß kurz vor dem Halbzeitpfiff. In der 12. Minute hatte Hindelang mit der Brust quer zu Morina gelegt, doch der schoss aus günstiger Position daneben. „Sowohl sportlich wie menschlich ist Andreas Hindelang eine gute Verstärkung für uns“, sagte Bachthaler über den früheren Spieler des VfB Stuttgart.
Die dickste Ulmer Chance in der ersten Halbzeit hatte Johannes Reichert, dessen Freistoß in der 37. Minute an die Latte klatschte. Den Nachschuss brachte Sebastian Griesbeck, neben dem in der zweiten Halbzeit eingewechselten Michael Turkalj bester SSV-Akteur, nicht im Tor unter. Turkalj war es dann auch in der 58. Minute, der nach einer von Fabio Kaufmann getretenen Ecke aus der Drehung zum 1:0 traf.
Für die Ulmer, die in der Tabelle der Regionalliga Südwest auf dem elften Platz überwintern, war das 1:0 im Derby gegen den Spitzenreiter der bayerischen Regionalliga ein Prestigeerfolg. Eine Woche zuvor hatten die Spatzen gegen 1860 München II, ebenfalls ein Team aus dem ersten Tabellendrittel in Bayern, einen 3:1-Erfolg gelandet. Klar, was sich der SSV 46 für den kommenden Samstag vorgenommen hat: mit dem FC Memmingen den dritten Bayern-Regionalligisten schlagen.




