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SSV Ulm 1846 Fußball schlägt Bayern Alzenau mit 3:0

Ein Tor nach nicht einmal dreißig Sekunden hat dem SSV Ulm 1846 Fußball den Weg zum 3:0-Sieg über den FC Bayern Alzenau eröffnet.

GEROLD KNEHR | 0 Meinungen

Blitzstart: Beim 2:0 im Champions-League-Viertelfinale gegen Juventus Turin traf David Alaba schon nach 25 Sekunden für den FC Bayern. Gestern das Kontrastprogramm: da lag der FC Bayern im Donaustadion ähnlich früh bereits im Hintertreffen. Fabio Kaufmann gab beim Regionalligisten SSV Ulm 1846 Fußball den Alaba.

FC Bayern? Donaustadion? Regionalliga? Richtig gelesen! Allerdings ist hier nicht die Rede vom Rekordmeister, der gestern seinen 23. deutschen Meistertitel perfekt machte. Der Gast des SSV 46 war vielmehr der FC Bayern Alzenau. Mit dem machten die Spatzen wenig Federlesen. Nicht zuletzt dank Fabio Kaufmanns „Türöffner“ nach knapp 30 Sekunden schlugen die Ulmer Alzenau 3:0 (3:0) – und machten damit den 0:3-Ausrutscher vom vergangenen Dienstag gegen den KSV Hessen Kassel wieder wett.

Außer Kaufmann trafen die Franzosen Yannick Agro (36.) und Moussa Touré (42.). Mit dem zwölften Saisonsieg kletterte Aufsteiger SSV Ulm 1846 auf Tabellenplatz acht und sollte wohl nichts mehr mit dem Thema Abstieg zu tun zu bekommen.

So mancher der nur 750 Zuseher dürfte das 1:0 gar nicht mitbekommen haben. Einige waren noch im Anmarsch, als Elyes Seddiki den Ball dem engagierten Kaufmann zusteckte. Der war schon früh hellwach, behielt die Nerven – und traf. Auffallend: Auch bei den drei Heimsiegen gegen Homburg (2:0), FSV Frankfurt II (3:1) und Idar-Oberstein (3:0) sowie beim 2:0 in Elversberg öffneten Treffer in der ersten Viertelstunde den Weg zu den jeweiligen drei Punkten. Die schnelle SSV-Masche hat System. „Das ist durchaus erzwungen. Wir pressen weit vorne. Das ist sehr laufintensiv. Aber die Spieler, die dieses Mal aufgelaufen sind, haben das drauf. Bei den schweren Plätzen im Frühjahr hilft eine frühe Führung ungemein. Es macht unser Spiel leichter, während der Gegner sein Spiel umstellen muss“, sagte Trainer Paul Sauter.

In der folgenden halben Stunde vermisste der SSV-Trainer ein konsequenteres Nachsetzen. Dennoch ging der SSV 46 mit einer 3:0-Führung in die Halbzeit. In der 36. Minute wurstelte sich Yannick Agro durch den Strafraum. Sein nicht allzu scharfer Schuss landete vom Innenpfosten im Netz. Gäste-Co-Trainer Florian Arbini, der seinen kranken Chef Marco Roth vertrat, monierte in dieser Szene allerdings ein Foulspiel von Agro. Den „verdienten Sieg“ der Gastgeber stellte er gleichwohl nicht in Frage. „Die Ulmer haben vorne schön gewirbelt und viel Druck auf uns ausgeübt.“ So auch Moussa Touré in der 42. Minute. Ein energischer Antritt über links und ein artistischer Torschuss aus spitzem Winkel – schon war das 3:0 besiegelt.

In der zweiten Halbzeit tat sich nicht mehr viel. Elyes Seddiki und Sebastian Griesbeck im defensiven Mittelfeld sorgten dafür, dass nicht viel anbrannte. Zudem waren die Spatzen spürbar darum bemüht, ihre Kräfte für das wichtige Halbfinalspiel im WFV-Pokal am Dienstag (18.30 Uhr) in Neckarsulm zu schonen. Über diesen Wettbewerb wollen sich die Spatzen für den lukrativen DFB-Pokal qualifizieren. Deshalb bekommen die SSV-Spieler heute auch nicht frei. Um 10 Uhr müssen sie zum Regenerationstraining antanzen, von 12 Uhr an rühren sie mit Auftritten bei der Frühjahrsmesse in der Ausstellungshalle 6 die Werbetrommel.

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