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Einst in Munderkingen, heute ein Star

Heute sind sie Fußball-Nationalspieler, Profi in der Bundesliga oder im Ausland. Namhafte Kicker wie Thomas Müller oder Marco Reus waren schon als Buben beim internationalen Munderkinger U13-Turnier.

ROLAND FLAD | 0 Meinungen

Wenn am kommenden Samstag und Sonntag, 12. und 13. Januar, in Munderkingen wieder das internationale U13-Hallenturnier, der so genannte Vereins-Service-Cup (früher System-Sport-Cup) stattfindet, dann geben sich auch die Fußballstars von morgen in der Sporthalle die Klinke in die Hand. Bislang ist dieser Wettbewerb, der stets Mannschaften aus gut einem Dutzend Nationen aus ganz Europa an die Donau lockt, 15 Mal ausgetragen worden. Um mal einen Vorgeschmack auf den bevorstehenden sportlichen Höhepunkt in Munderkingen zu liefern, blickt die SÜDWEST PRESSE auf einige der herausragenden Fußballer, die schon in Munderkingen am Ball gewesen sind und später den Sprung in die Nationalmannschaft beziehungsweise in die Bundesliga oder auf die internationale Bühne geschafft haben.

Allen voran stehen hier Thomas Müller, Marco Reus, Lewis Holtby, Kevin Großkreutz, Bernd Lene oder Alexander Merkel. Nationalspieler Thomas Müller (FC Bayern München/Jahrgang 1989) war 2002 in Munderkingen. Und das äußerst erfolgreich. Mit den Münchnern siegte Müller vor Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach.

Nationalmannschaftskollege Marco Reus (Borussia Dortmund/Jahrgang 1989) war an der Donau schon ziemlich erfolgreich. 2001 holte Reus mit der BVB-Jugend den dritten Platz hinter FC Luzern und Sieger Schalke 04. Die Dortmunder hatten 2001 ein weiteres Talent in ihren Reihen. Eigengewächs Kevin Großkreutz ist heute noch bei der Borussia und steht im größeren Kreis der Nationalmannschaft. Bei den jungen Knappen spielte damals Marco Höger in Munderkingen mit. Er ist auch heute noch ein Schalker.

Lewis Holtby (FC Schalke 04/Jahrgang 1990)ließ sein Können 2003 in Munderkingen aufblitzen. Und zwar mit Borussia Mönchengladbach, mit denen Holtby den dritten Platz abräumte und vor zehn Jahren nur die SG Nürnberg und den Gewinner FC Luzern an sich vorbeiziehen lassen musste.

Mit der U13 des FC Bayern München gastierten vor zehn Jahren auch Diego Contento (Jahrgang 1990) und Mehmet Ekici (SV Werder Bremen/Jahrgang 1990) an der Donau. Ebenso 2003 war Vid Belec (Inter Mailand) mit Maribor hier am Ball. Georg Niedermeier (VfB Stuttgart/Jahrgang 1986) weilte 1999 in Munderkingen, kam damals immerhin auf den dritten Rang mit den U13-Bayern. 2004 durften Bernd Leno (Bayer 04 Leverkusen/Jahrgang 1992) sowie Alexander Merkel (AC Mailand/Jahrgang 1992) mit der U13 des VfB Stuttgart in Munderkingen ihr Können zeigen. Es reichte jedoch nicht zu einem Platz unter den besten vier Teams.

Gleich vier Akteure waren mit den jungen Talenten von Eintracht Frankfurt in der neuen Sporthalle: 2001 Marco Marin (FC Chelsea London/Jahrgang 1989), 2005 Kevin Kraus (Greuther Fürth/Jahrgang 1992), 2006 Sonny Kittel (Eintracht Frankfurt/Jahrgang 1993) und 2008 Marc Oliver Kempf (Frankfurt/Jahrgang 1995).

Pirmin Schwegler (Eintracht Frankfurt) gewann das Turnier in Munderkingen 2000, damals mit dem FC Luzern. Ein Jahr später verpasste Fabian Lustenberger (Hertha BSC Berlin)/Jahrgang 1988) mit den Schweizern die Titelverteidigung; Luzern wurde "nur" Zweiter.

Jack Collins (Jahrgang 1988) war 2001 mit Peterborough United in Munderkingen; heute ist er Profi bei West Ham United in der englischen Premier League.

Über diese sensationelle wie positive Entwicklung freut sich einer ganz besonders: Felix Schelkle. Für den Vater und jetzigen Hauptsponsor des internationalen Jugendwettbewerbs ist es eine Bestätigung seiner akribischen Arbeit. "Das motiviert, weiterzumachen", sagt er. Zum Dank haben sich zahlreiche der heutigen Stars in seinem Büro verewigt. An den Wänden hängen die Trikots der prominenten Spieler, versehen mit Glückwünschen, Dankesworten und dem Autogramm.

Eine stattliche Zahl junger Fußball-Profis, die in ihrer Laufbahn unter anderem auch ein Mal Station in Munderkingen gemacht haben. Die Anhänger gepflegten Jugendfußballsports dürfen sich also freuen, denn auch am kommenden Wochenende wird wieder das ein oder andere Talent aufkreuzen, dessen Namen dann in vier, fünf Jahren erst richtig Gewicht haben wird.

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