Aufsteiger ganz oben
Aufsteiger TSV Regglisweiler sorgt in der Fußball-Landesliga weiter für Furore. Mit dem 2:0 (0:0)-Sieg im Gipfeltreffen bei der TSVgg Plattenhardt hat der Neuling die alleinige Tabellenführung übernommen.
Der TSV Regglisweiler schwimmt auf einer Euphoriewelle. Der Aufsteiger nahm auch die Hürde beim zuvor punkt- und torgleichen Mitspitzenreiter TSVgg Plattenhardt. Der 2:0 (0:0)-Erfolg war hochverdient. Die Gäste waren spielbestimmend, starben aber zunächst in Schönheit. "Wir haben zu lang die Bälle gehalten. Der letzte tödliche Pass hat gefehlt. Sonst hätten wir Plattenhardt schon in der ersten Halbzeit auseinander genommen", meinte Regglisweilers Trainer Peter Reder. So traf Max Gauder (21.) nur das Lattenkreuz des gegnerischen Gehäuses. Die einzige ernstzunehmende Torgelegenheit der Plattenhardter war der Lattenkopfball von Carmine Pescione (20.). Die Platzherren operierten einfallslos nur mit langen Bällen.
Nach dem Seitenwechsel kam die Kombinationsmaschinerie der Regglisweiler dann richtig ins Rollen. Zudem ging den Gastgebern nach 70 Minuten die Luft aus. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis die Treffer fallen würden. Zunächst verwertete Florian Steck (83.) eine Flanke von Torsten Frank. Dann bewies Reder noch ein glückliches Händchen beim Einwechseln. Andre Schwiedel (88.) sorgte mit seiner ersten Ballberührung per Kopf nach Vorlage von Gauder für die endgültige Entscheidung.
Unmittelbar nach der 1:3 (0:0)-Niederlage der SpVgg Au im Bezirksderby gegen den SSV Ulm 1846 II betrieb das Auer Trainerduo Armin Bolkart und sein Co-Spielertrainer Silvio Mikic Ursachenforschung. Die Offensivbemühungen der Platzherren spotteten jeder Beschreibung. Bolkart: "Die Qualität der Spieler wäre eigentlich da. Wir können es aber nicht umsetzen." Er weiß wie auch Mikic, welche Stunde in der doch frühen Saisonphase schon geschlagen hat. "Jetzt kommen schwere Zeiten auf uns zu. Jetzt müssen wir einfach punkten", fügte Bolkart hinzu.
Er selbst ist seit gestern bis zum Mittwoch vier Tage "zum Ausspannen" in Paris. Mikic wird bis zu Bolkarts Rückkehr die Trainingseinheiten leiten. Bolkart spricht auch offen von personellen Veränderungen. Gegen die Ulmer "Zweite" war ein von den Mitspielern allein gelassener Michael Marz im Sturm völlig überfordert. Und im Mittelfeld strahlte ansatzweise nur Dennis Divkovic eine gewisse Spielübersicht aus. Bolkart: "Wir müssen Überlegungen anstellen, ob wir künftig mit zwei Stürmern und mit Silvio Mikic im Mittelfeld spielen, um dort auch mehr Ballsicherheit zu bekommen."
Der bisherige Abwehrchef Mikic selbst kann sich mit diesem Gedanken seines sportlichen Kommandogebers anfreunden. "Es müssen Veränderungen herbeigeführt werden, damit der Erfolg zurückkommt. Da ist es egal, wo ich spiele", betont er.
Beim SSV Ulm 1846 II herrscht nach dem ersten Saisonsieg kollektives Aufatmen. Zumal Trainer Oliver Unsöld bei den 14 eingesetzten Akteuren auf acht Spieler aus dem tatsächlichen Landesligakader zurückgegriffen hat. Alle drei Treffer erzielten mit Waldemar Schaab (48.) und Christian Weiller (55., 64.) auch Spieler aus diesem Kontingent. Unsöld: "Wir sind jetzt dort, wo wir vor dem Spiel hinwollten. Wir haben unseren ersten Erfolg." dg
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06.09.2010
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Der Auer Dennis Dirkovic (rechts) konnte den Wirkungkreis von Jannik Keller (SSV 46) nicht einengen. Foto: Oliver Schulz
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