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Die Albatrosse melden sich zurück

Nach vier titellosen Jahren war die Freude bei Alba Berlin groß. Die Albatrosse sicherten sich durch einen 85:67-Sieg gegen Ratiopharm Ulm ihren siebten Pokalerfolg. Ulm ist 2014 Ausrichter des Endturniers.

SEBASTIAN SCHMID | 0 Meinungen

Der Rekord-Pokalsieger Alba Berlin hat sich nach vier titellosen Jahren erfolgreich zurück gemeldet. Die Albatrosse sicherten sich vor 14 000 Fans in der heimischen O2-World durch einen 85:67-Sieg gegen Ratiopharm Ulm den siebten Pokalsieg in der Vereinsgeschichte.

Damit unterstreicht die Mannschaft von Trainer Sasa Obradovic die Ambitionen auf die Meisterschaft und setzt einen weiteren Glanzpunkt in einer bislang stark verlaufenen Saison. Die Berliner zogen gemeinsam mit Bamberg unter die besten 16 Teams der Euroleague ein und konnten als erstes deutsches Team dabei einen Sieg verbuchen - wenn auch gegen den fränkischen Konkurrenten.

Der Vizemeister aus Ulm verpasste hingegen den zweiten Pokalsieg nach 1996 und damit die Krönung einer ebenfalls bereits jetzt erfolgreichen Saison, in der bei der Eurocup-Premiere gleich der Sprung ins Viertelfinale geglückt war. Ulm hat im kommenden Jahr aber erneut die Chance auf den Pokalgewinn. Wie die Bundesliga in Berlin bekannt gab, wird am 29./30. März erstmals das Pokal-Endturnier in der Donaustadt ausgetragen. Der Gastgeber ist für das Halbfinale gesetzt.

Gestern reichte es gegen starke Berliner allerdings nicht zum Triumph. "Es ist ein wundervolles Gefühl", sagte Berlins Heiko Schaffartzik, der mit einem wichtigen Dreier Ende des dritten Viertels zum 62:59 den Grundstein für den Sieg gelegt hatte. In den letzten zehn Minuten ließen die Gastgeber nur noch acht Punkte des Vizemeisters zu und steuerten so einem letztlich ungefährdeten Erfolg entgegen. "Wir haben mehr Härte und Biss gezeigt und die Ulmer in der zweiten Halbzeit kaputt gespielt", sagte Schaffartzik. Ratiopharm-Trainer Thorsten Leibenath erkannte den Sieg der Gastgeber an: "Wenn man sich das gesamte Turnierwochenende anschaut, hat die beste Mannschaft den Titel gewonnen."

Bester Werfer bei Berlin war der US-Amerikaner Zach Morley (24), für Ulm war John Bryant mit 21 Punkten am erfolgreichsten.

Den dritten Platz sicherte sich der FC Bayern München durch einen 88:76-Sieg gegen die Artland Dragons. Der Traum vom ersten Titel in der Ära unter Uli Hoeneß zerplatzte am Samstag vor den Augen des Bayern-Präsidenten bereits im Halbfinale, als die Berliner beim 92:83 eine starke Vorstellung ablieferten. Sieben Akteure der Albatrosse punkteten im Halbfinale zweistellig.

Der Sieg im Spiel um Platz drei war für die ambitionierten Münchner kein Trost. Homan und Benzing führten die Münchner im kleinen Finale zum Erfolg. Die 28 Punkte von Bryce Taylor an seiner ehemaligen Wirkungsstätte waren für Quakenbrück zu wenig. Die Dragons waren am Tag zuvor Ulm mit 77:86 unterlegen. Dabei zeigte der Vizemeister nach einer eher durchwachsenen ersten Halbzeit im zweiten Durchgang, was ihn so stark macht. Die Verantwortung in der Offensive verteilte sich auf mehrere Schultern, die gesamte Startformation des Ratiopharm-Teams punktete zweistellig. Im Finale konnte die Mannschaft von Leibenath aber in der entscheidenden Phase nicht mehr an die starke Halbfinal-Leistung anknüpfen und musste zusehen, wie die Berliner im Konfettiregen den Pokal in die Höhe stemmten.

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