Nur ein Wunder bringt Dallas und Dirk Nowitzki noch in die Play-offs

Die Aufholjagd der Dallas Mavericks ist bei den LA Lakers zu Ende gegangen. Damit ist das Verpassen der Play-offs für Dirk Nowitzki so gut wie besiegelt. Der Deutsche zog gegenüber Kobe Bryant klar den Kürzeren.

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NBA-Superstar Dirk Nowitzki (mit Ball) hatte mit seinen Dallas Mavericks gegen Pau Gasol und die Los Angeles Lakers das Nachsehen und hat nun ganz schlechte Karten im Rennen um einen Play-off-Platz.  Foto: 

Dirk Nowitzki hatte keine Lust, sich kämpferisch zu geben. Enttäuscht, ernüchtert und hoffnungslos klang der Basketball-Superstar nach dem 81:101 im Showdown bei den Los Angeles Lakers. „Wir waren die ganze Saison in der Zwickmühle“, sagte der Würzburger. Es hörte sich ganz so an, als sei es Zeit für die Dallas Mavericks, die Bilanz eines verkorksten Jahres zu ziehen. Der „L.A. Crash“ war tatsächlich mehr als eine Niederlage. Im Dreikampf um den letzten Play-off-Platz im Westen der nordamerikanischen Profiliga NBA sieht es jetzt richtig düster aus. „Das Spiel hätten wir gewinnen müssen, um es wirklich nochmal spannend zu machen“, stellte Nowitzki fest.

Dallas mangelt es an vielen Stellen, nur einen Rechenkünstler brauchen die Texaner nicht. Acht Spiele stehen noch aus, und der Meister von 2011 hat drei Siege Rückstand auf die Utah Jazz und die Lakers. Eine Siegesserie ist sowieso Pflicht, doch in der eigenen Hand haben die Mavs ihr Schicksal schon lange nicht mehr. Die Meisterrunde werden sie nach zuletzt zwölf Teilnahmen wohl verpassen.

„Wir haben nicht gut genug geworfen, um einen Sieg mitzunehmen“, sagte Nowitzki. Die Kritik bezog der Nationalspieler auch auf sich selbst, denn ausgerechnet im Schlüsselspiel konnte der Anführer seinem Team nicht helfen. Mit elf Punkten blieb der 34-Jährige deutlich unter dem Schnitt, den er in den letzten Wochen hingelegt hatte. 20 Zähler bei einer Trefferquote von 54,8 Prozent aus dem Feld waren Nowitzki im März gelungen, einem der besten Monate seiner Karriere. Doch der Start in den April missglückte völlig. Wie so oft war niemand da, der in die Bresche sprang, als Nowitzki Schwierigkeiten hatte. Das sah auch der Trainer. „Dirk weiß, worum es in einer solchen Situation geht. Wir haben einige unerfahrene Jungs, die das nicht kennen“, sagte Mavericks-Coach Rick Carlisle: „Es ist wichtig, dass sie es lernen, aber es hat seinen Preis.

Für die Show im Staples Center sorgte Kobe Bryant, der die Lakers mit dem 19. Triple-Double (23 Punkte, 11 Rebounds, 11 Assists) seiner Laufbahn zum Sieg führte. Dwight Howard gelang ein Double-Double (24 Punkte, 12 Rebounds). Topscorer Howard konnte Bryant aber nicht überstrahlen.

Die „Black Mamba“ opferte sich für die Mannschaft auf – ohne Pause. Ganze 56 Sekunden (!) nahm der fünfmalige NBA-Champion auf der Bank Platz, im Spiel zuvor waren es sogar nur 24 gewesen. Für den Erfolg verzichtete Bryant sogar darauf, sich in der Halbzeitpause anzuschauen, wie das Trikot seines früheren Kompagnons Shaquille O'Neal unter die Hallendecke gezogen wurde. Die Lakers werden die 34 zu Ehren von „Shaq“ nicht mehr vergeben.

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