Diskussion um Dennis Schröder geht weiter

Der Sportchef von Bayern München wirft dem NBA-Profi indirekt Egoismus vor. Doch der angegriffene Nationalspieler verteidigt seine EM-Leistungen.

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Dennis Schröder: Ein großes Talent, aber auch ein Anführer?  Foto: 

Trotz des Vorrunden-Aus' bei der Europameisterschaft ist das Turnier für die deutschen Basketballer noch nicht abgehakt. Vor allem Dennis Schröder polarisiert weiter. In die Diskussion um den Auftritt des Jung-Stars brachte nun Marko Pesic neuen Schwung. Der Sportchef von Bayern München kritisierte den 22-jährigen Nationalspieler in einem Interview der Süddeutschen Zeitung: "Wenn Schröder in Zukunft Anführer der Nationalmannschaft sein möchte, wird das so nicht funktionieren: ich, ich, ich! Dann werden sich sehr bald Teamkollegen von ihm abwenden."

Damit nahm Pesic Bezug auf Schröders EM-Bilanz in der Bild am Sonntag, wo der NBA-Profi der Atlanta Hawks verkündete: "Ich muss mich bei niemandem entschuldigen. Ich habe das Team während des Turniers getragen und geführt. Das wussten meine Mitspieler. Sie haben mir auch gesagt, dass sie es mir zu verdanken haben, dass die Spiele gegen Italien und Spanien am Ende überhaupt noch offen waren." Das deutsche Team war in Berlin nach Niederlagen gegen die Türkei, Spanien, Italien und Serbien in der Vorrunde gescheitert. Schröder sprach von "individuell erfolgreichen Spielen": "Ich habe die meisten Assists gegeben, auch gut gepunktet und Rebounds geholt."

Schröder ist nicht das einzige Diskussionsthema rund um die Nationalmannschaft. Chris Fleming wird im Sommer seinen Job als Assistenztrainer beim NBA-Klub Denver Nuggets antreten, aber weiterhin das Amt des Bundestrainers ausüben. Eine Doppelfunktion als Bundestrainer und Bundesliga-Coach ist durch die Basketball-Bundesliga (BBL) jedoch untersagt. Daneben beschäftigt die verletzungsbedingte Absage von Daniel Theis den DBB. Dirk Nowitzki hatte es als "Frechheit" bezeichnet, dass Theis bei der EM nicht spielt, in Bamberg in der Vorbereitung aber 30 Minuten mitwirken kann. Der DBB prüft nun, ob die Abstellungspflicht für Nationalspieler verletzt wurde.

Serbien jubelt bei EM

Halbfinale komplett Serbien steht erstmals seit 2009 wieder im EM-Halbfinale. Der Vize-Weltmeister bezwang Außenseiter Tschechien mit 89:75 (45:42). Topstar Milos Teodosic führte mit 12 Punkten und 14 Assists klug Regie. Zuvor hatte Frankreich durch einen 84:70-Erfolg gegen Lettland das Halbfinale erreicht und das Traumduell mit Spanien (73:71 gegen Griechenland) perfekt gemacht.

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