Curry frustriert, James brilliert: Cavs erzwingen Final-Showdown gegen Warriors

Die Cleveland Cavaliers haben im NBA-Finale den Showdown erzwungen. Angeführt von LeBron James besiegten sie in Spiel sechs die Warriors 115:101.

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Frustriert pfefferte Stephen Curry seinen Mundschutz ins Publikum. Gerade hatte der Superstar der Golden State Warriors viereinhalb Minuten vor Spielende sein sechstes Foul kassiert und musste nach seinem folgenden Wutausbruch sogar in die Kabine. Der MVP der NBA-Hauptrunde musste machtlos mitverfolgen, wie sein Team bei den Cleveland Cavaliers im sechsten Final-Spiel den zweiten Matchball vergab.

„Ich wollte den Mundschutz nicht auf einen Fan werfen. Ich bin zu ihm gegangen und habe mich entschuldigt“, sagte der sonst so coole Curry nach der 101:115-Niederlage und dem ersten Rauswurf seiner Karriere: „So wie das Spiel gelaufen ist, musste ich etwas Dampf ablassen.“ Seine Warriors liefen das ganze Spiel über einem Rückstand hinterher, jeder Comebackversuch wurde vom überragenden Cavs-Superstar LeBron James im Keim erstickt.

Der zwölfmalige Allstar erzwang den Final-Showdown beinahe im Alleingang. Wie schon in Spiel fünf verbuchte er 41 Punkte, glänzte dazu mit elf Assists und acht Rebounds. In der zweiten Halbzeit war er für 18 Cleveland-Punkte am Stück verantwortlich. Als sich der Titelverteidiger im Schlussviertel bis auf sieben Punkte herankämpfte, schlug James zurück. „LeBron ist LeBron. Er ist einer der Besten aller Zeiten“, sagte Cavaliers-Coach Tyronn Lue.

Nach dem Spiel hatte James dann sogar warme Worte für Curry, der in der kompletten Finalserie strauchelt: „Er ist ein großartiger Spieler. Es gibt Gründe, warum sie das beste Team der Liga sind. Es gibt Gründe, warum sie die Hauptrunde mit 73:9 beendet haben. Es ist zum großen Teil seinetwegen.“

Curry fand endlich zu besserer Form, war mit 30 Punkten Topscorer seines Teams, doch gegen die starken Cavs hatte Golden State von Anfang an kein Mittel. Cleveland entschied das erste Viertel mit 31:11 für sich – es war das schlechteste Warriors-Auftaktviertel in der gesamten Saison. Trainer Steve Kerr kritisierte nach Currys vorzeitigem Aus die Schiedsrichter: „Er hat jedes Recht, verärgert zu sein. Gegen ihn werden sechs Fouls gepfiffen, drei davon waren total lächerlich.“

Mit dem Sieg hat Cleveland den 1:3-Rückstand in der Serie ausgeglichen. Im entscheidenden siebten Spiel in Oakland können sie Historisches schaffen und als erstes Team der NBA-Geschichte nach einem derartigen Rückstand eine Finalserie gewinnen. Die Cavaliers sind aber wild entschlossen, in der Nacht zu Montag (2 Uhr) ihren ersten Meistertitel einzutüten. „Serien sind dazu da, um gebrochen zu werden“, gab sich James selbstbewusst. 

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