Bamberger Daniel Theis vor Wechsel in die NBA

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Daniel Theis steht vor dem Sprung in die NBA. Foto: Hans-Martin Issler

Nun also auch Daniel Theis. Nach Dirk Nowitzki, Dennis Schröder und Paul Zipser steht offenbar auch der Bamberger vor einem Engagement in der stärksten Basketball-Liga der Welt.

NBA-Rekordmeister Boston ist dran am deutschen Nationalspieler. „Ich hoffe, es klappt“, sagte Celtics-Manager Danny Ainge dem „Boston Globe“, angesprochen auf den möglichen Deal mit dem 25-Jährigen. Der Flügelspieler habe bereits einen Zweijahresvertrag beim Club von Ex-Star Larry Bird unterschrieben, hieß es. Weder Bamberg noch Boston wollten die Verpflichtung bestätigen, da nach den NBA-Regularien Spieler und Vereine erst ab Juli miteinander sprechen dürfen.

Sollte Theis der Sprung in die NBA gelingen, wäre das ein weiterer Beweis für die neue Qualität im deutschen Basketball. Seit der 39 Jahre alte Nowitzki in Dallas zum Superstar aufgestiegen ist, träumen Spieler aus Deutschland von einem Engagement in den USA. Doch erst zuletzt haben sie sich auch durchgesetzt. Schröder ist in Atlanta zum Stammspieler gereift, Zipser hat bei den Chicago Bulls gleich in seiner ersten Saison mehr Spielminuten erhalten als gedacht.

Beim deutschen Meister in Bamberg sehen sie den wahrscheinlichen Wechsel ihres Flügelspielers mit einem weinenden und einem lachenden Auge. „Daniel Theis hat sich bei uns von einem sehr guten Bundesligaspieler zu einem europäischen Topspieler entwickelt. Sollte er jetzt den Schritt in die NBA schaffen, ist das eine große Auszeichnung für unsere Organisation. Nach P.J. Tucker und Brian Roberts wäre Theis der dritte Brose-Akteur, der den Sprung nach Amerika schaffen würde“, sagte Brose-Geschäftsführer Rolf Beyer. Tucker spielt in Toronto, Roberts in Charlotte.

Theis hatte zuletzt betont, nicht um jeden Preis in die NBA wechseln zu wollen. „Als Nummer 14 oder 15 werde ich sicher nicht gehen“, sagte der Profi vor einigen Wochen der „Bild am Sonntag“. Trotzdem ist die NBA für Theis das Ziel: 2013 war er im Draft, der traditionellen Talente-Wahl, von keinem der 30 Teams ausgewählt worden. Im Sommer 2014 spielte er in der Summer League für die Washington Wizards. 2017 könnte es klappen.

Beim Meisterschafts-Halbfinale gegen die Bayern war er nicht nur von seinem Freund Schröder beobachtet worden. Neben dem Aufbauspieler saß dessen Trainer Mike Budenholzer. „Er hat ihn gelobt und gesagt, dass es für uns passt“, erzählte Schröder danach. „Ich werde alles dafür geben, dass er rüberkommen kann.“ Nun deutet alles darauf hin, dass die beiden Freunde aus gemeinsamen Braunschweiger Zeiten nicht zusammen, sondern gegeneinander spielen.

Meldung ESPN

Tweet David Pick

Bericht Boston Globe

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