Bamberg-Boss Stoschek fordert mehr TV-Präsenz

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Bambergs Aufsichtsratsboss Michael Stoschek beklagt fehlende Chancengleichheit in Europa. Foto: David Ebener

"Der Wermutstropfen in diesem Finale ist, dass es nur rund 20 000 Zuschauer im Internet sehen konnten. Das ist inakzeptabel", erklärte Stoschek nach dem dritten Finale in der Basketball-Bundesliga zwischen Bamberg und Ulm (3:0). Er kritisierte damit den aus seiner Sicht zu geringen Stellenwert des Basketballs in Deutschland. "So kann man einen Sport nicht publik machen", erklärte der 68-Jährige.

Das dritte Endspiel war wie gewohnt von "Telekom Basketball" gezeigt worden. Stoschek lobte die Qualität der Übertragungen zwar ausdrücklich, verwies aber auch auf die fehlenden Sponsoreneinnahmen durch die geringe Zuschaueranzahl. "Es geht nicht nur um den deutschen Basketball, es geht auch um Europa. Nach acht Titeln ist klar, dass wir uns höhere Ziele setzen müssen", erklärte der Unternehmer selbstbewusst. Das Ziel seien die besten Acht im internationalen Wettbewerb, verdeutlichte er nach dem entscheidenden 92:65-Sieg gegen Ulm.

Von allen Euroleague-Gegnern in dieser Spielzeit wurden die internationalen Partien im frei empfangbaren Fernsehen übertragen. In Deutschland waren die Bamberger Spiele gegen ZSKA Moskau, Real Madrid und weitere Großclubs lediglich bei "Telekom Basketball" zu sehen. "Das ist für den gesamten Basketball-Sport ein riesiges Handicap", sagte Stoschek.

Bei seinen Forderungen hofft der Milliardär ausgerechnet auf Unterstützung des FC Bayern München. "Ich freue mich, wenn Uli Hoeneß zurückkommt und das Thema mit uns zusammen voranbringt", kündigte Stoschek an.

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