Ein Ding der Unmöglichkeit
Istanbul. Titelverteidiger Spanien ist im Viertelfinale der Basketball-WM ausgeschieden. Die Iberer unterlagen in Istanbul gegen Serbien 89:92 (41:49). Am Abend deklassierte die Türkei die Slowenen mit 95:68 (50:31).
Basketball-Rüpel Milos Teodosic hat Vize-Europameister Serbien bei der WM ins Halbfinale geworfen und den spanischen Traum von der Titelverteidigung zunichte gemacht. Drei Sekunden vor dem Ende des ersten WM-Viertelfinals in Istanbul versenkte der 23 Jahre alte Guard einen fast unmöglichen Dreipunktwurf und machte damit in der Neuauflage des EM-Finales von 2009 den 92:89-Erfolg der Serben gegen Spanien perfekt.
Teodosic, der die ersten beiden WM-Spiele wegen einer Sperre nach der Massenschlägerei im Testspiel gegen Griechenland hatte aussetzen müssen, trumpfte bei der WM in der Türkei damit endlich sportlich auf. Insgesamt kam er auf zwölf Punkte und starke acht Assists. Beste Werfer im Team des 66 Jahre alten Trainerfuchses Dusan Ivkovic, das in der Vorrunde noch nach Verlängerung gegen Deutschland überraschend verloren hatte, waren Marko Keselj und Novica Velickovic mit je 17 Punkten.
Die Serben erwischten vor 15 000 Zuschauern einen guten Start und lagen zur Pause bereits mit acht Punkten in Front. Die Spanier gaben aber nie auf und kamen 25 Sekunden vor dem Ende durch einen Dunking von Marc Gasol zum Ausgleich. Doch anstatt ihre Aufholjagd in der Verlängerung fortsetzen zu können, riss Teodosic die Iberer drei Sekunden vor der Schlusssirene aus allen Träumen.
Die Türkei schwimmt derweil weiter auf einer Welle des Erfolgs. Beim 95:68 gegen Slowenien spielte sich der WM-Gastgeber vor 15 500 enthusiastischen Fans in einen Rausch. Bester Werfer bei den Hausherren, die nun im Halbfinale am Samstag auf Serbien treffen, war Ersan Ilyasova vom NBA-Club Milwaukee Bucks mit 19 Punkten. dpa
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09.09.2010
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So freuen sich Sieger: Die Spieler Serbiens sind nach dem Erfolg über Titelverteidiger Spanien fassungslos vor Glück. Foto: afp
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