Weißenhorn und Elchingen verpassen die Entscheidung

Sowohl die ScanPlus Baskets Elchingen als auch die Weißenhorn Youngstars haben den vorzeitigen Halbfinaleinzug versäumt. Die Hoffnungen ruhen nun auf dem Heimvorteil.

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20 Punkte von Filmore Beck reichten Elchingens Basketballern nicht, um bei der TG Würzburg zu gewinnen.  Foto: 

Die Basketballer aus Weißenhorn und Elchingen machen es in den Playoffs der Pro B spannend und haben ihren Fans jeweils ein zweites Heimspiel in der Viertelfinal-Serie beschert. Allerdings hätten beide Teams die Extraportion Nervenkitzel gerne verhindert, doch dazu hätten sie in der Fremde gewinnen müssen. Das gelang sowohl Weißenhorn bei der BG Karlsruhe (63:83) als auch Elchingen bei der TG Würzburg (71:76) nicht.

Dabei legten die ScanPlus Baskets, die zum Auftakt Würzburg mit 81:66 besiegt hatten, bei den Franken einen guten Start hin und führten nach einem Dreier von Marian Petric mit 8:0. Über den 21:17-Viertelstand sah es bis zum 32:26 für das Team von Trainer Dario Jerkic gut aus, ehe die Hausherren um den Bundesliga-erprobten Max Ugrai durch einen 9:0-Lauf erstmals in Front gingen (35:34). Zur Halbzeit lagen die Baskets mit zwei Punkten (37:39) zurück, ein Abstand, den sie bis zum 45:47 hielten. Dann legte Würzburg abermals einen kleinen Lauf zum 53:47 hin. Marcellus Barksdale, mit 27 Zählern bester Scorer der Partie, sorgte per Tip-in mit der Viertelsirene für das 55:47.

Im letzten Durchgang sah es lange Zeit so aus, als ob die Gastgeber früh einen ungefährdeten Sieg einfahren können. Zwischenzeitlich führten sie mit 64:51. Doch spätestens als Brandon Lockhart beim Dreierversuch gefoult wurde und alle fälligen Freiwürfe zum 66:70 verwandelte, wurde es 43 Sekunden vor der Schlusssirene noch einmal spannend. Filmore Beck, mit 20 Punkten Elchingens bester Scorer, legt 38 Sekunden vor dem Ende per Dreier zum 69:71 nach. Zu mehr reichte es aber nicht, da Barksdale von der Freiwurflinie keine Nerven zeigte und mit dem 76:71 den 1:1-Ausgleich in der Viertelfinalserie perfekt machte.

Karlsruhe kein gutes Pflaster

Bei den Weißenhorn Youngstars bleibt es dabei: Coach Danny Jansson kann in Karlsruhe nicht gewinnen. Zum Glück für den Finnen findet die entscheidende dritte Partie am Sonntag in Weißenhorn statt. „Wir werden die Woche nutzen, um einige Anpassungen vorzunehmen, und dann gut vorbereitet in dieses Spiel gehen“, kündigte Jansson an. Für ihn war es der fünfte Versuch, die Friedrich-List-Sporthalle mit einem Sieg im Gepäck zu verlassen. Dass das nicht klappte, lag an der mageren Offensivleistung seiner Spieler. „Wir hatten zu wenig Geduld in unserem Angriffsspiel und haben uns immer wieder Aussetzer geleistet“, ärgerte sich der Coach, dem dank des spielfreien Wochenendes der Ulmer Bundesliga-Basketballer der komplette Kader zur Verfügung stand.

Trotzdem lief in der Offensive gar nichts zusammen, magere zwei Assists und mit Joschka Ferner nur ein Akteur mit zweistelliger Punkteausbeute (24) sind Belege des schwachen Auftritts. Doch auch die gastgebende BG bekleckerte sich zunächst nicht mit Ruhm. So bekamen die Zuschauer etwas Basketball-Magerkost geboten, als sich die Teams zu Beginn mehr Ballverluste als Körbe leisteten. Ferner, der bei sechs Versuchen aus der Distanz ohne Fehlwurf blieb, sorgte für die ersten Highlights. Bei Karlsruhe war es Ricky Esterling, der sich mit Ferner einen Wettstreit um die Topscorer-Krone lieferte, den der Amerikaner mit 23 Zähler für sich entschied. Er sorgte für das 16:14 nach zehn Minuten.

Nach dem 25:25 durch Marcell Pongo legte Karlsruhe einen 16:1-Lauf hin und führte dank diesem kurz vor der Halbzeit 41:30. Nach der Pause konterten die Youngstars umgehend und waren binnen 70 Sekunden bis auf 39:41 dran. Doch es war nun ein kurzer Anflug von Hoffnung, den die BG mit einem neuerlichen 9:0-Lauf im Keim erstickte. Als die Gastgeber im letzten Viertel auf 69:50 davonzogen, war klar, dass es für die Youngstars in Karlsruhe erneut nichts zu feiern gibt.

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