Viren und Bakterien im Gepäck der Ulmer Basketballer

Zum Abschluss der Eurocup-Hinrunde müssen die Ulmer Basketballer morgen bei dem Dolomiti Energia Trento antreten.

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  • Mit solchen Aktionen wie hier im Eurocup Ulm gegen Jerusalem (103:77) im November 2016 ist Dominique Sutton, nun in Trento unter Vertrag, bei den Ratiopharm-Fans in Erinnerung geblieben.  1/2
    Mit solchen Aktionen wie hier im Eurocup Ulm gegen Jerusalem (103:77) im November 2016 ist Dominique Sutton, nun in Trento unter Vertrag, bei den Ratiopharm-Fans in Erinnerung geblieben. Foto: 
  • Basketball Ulm gegen Jerusalem  : Sutton  2/2
    Basketball Ulm gegen Jerusalem : Sutton Foto: 
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Mit der Eurocup-Partie von Ratiopharm Ulm beim italienischen Erstliga-Klub Dolomiti Energia Trento  (20.30 Uhr/live bei Telekomsport) geht die Hinrunde zu Ende. Bisher hat die Mannschaft von Trainer Thorsten Leibenath mit zwei Siegen und zwei Niederlagen in dem zweitwichtigsten europäischen Klubwettbewerb eine ausgeglichene Bilanz hingelegt. Mit einem Erfolg könnten die Ulmer den Gegner, bisher ein Sieg, auf Distanz halten. Um eine Runde weiterzukommen, müssen die Ratiopharm-Korbjäger mindestens den vierten Platz in dem Sechserfeld belegen.

Da in der Tabelle alles sehr eng zugeht,  kann es an diesem fünften Spieltag der Gruppe D nicht zu einer Vorentscheidung kommen. Bursa führt das Ranking mit 3:1 an, die anderen Teams weisen, eben bis auf Trento, ebenfalls eine Bilanz von 2:2 auf.

 Die Ulmer nehmen am Dienstag die rund 400 Kilometer ins Trentino fast als Krankentransport in Angriff. Auch wenn der Coach bei der Praxis bleibt und  keine Namen nennen will, so sagt er doch: „Es werden wohl einige mitfahren, die ich  am Montag nicht mitgenommen hätte.“ Heißt: Einige sind angeschlagen. Ganz grundsätzlich nennt Leibenath das: Erkältungsgrippewelle, die sich in der Mannschaft schon seit Tagen bemerkbar macht. Und die ist nicht beschränkt auf eine Irritation der oberen Atemwege.

Der Trainer höchst persönlich war am vergangenen Samstag davon betroffen. Doch Derby-Time (gegen Tübingen) verbietet es einem Ulmer Basketballer,  wegen eines Schnupfens auszusetzen. Die Stimme jedoch habe im Nachhinein etwas gelitten, diagnostiziert Leibenath.

Unter diesen nicht richtig kalkulierbaren personellen Umständen ist es gut, dass mit  Jerrelle Benimon ein zusätzlicher Spieler mit an Bord ist. Der Amerikaner, mit einem Try-out-Vertrag für vier Wochen ausgestattet, hat, so Leibenath, in den ersten Trainingseinheiten einen guten Eindruck hinterlassen. Alles, was sich die Ulmer Verantwortlichen von dem Amerikaner erwartet haben, hat er gezeigt. Er sei kompromisslos, trete unorthodox auf, habe ein gutes Auge beim Passen und verleihe der Mannschaft einfach mehr Tiefe auf den großen Positionen, zählt Leibenath die Vorzüge auf. Vor allem bei der Reboundarbeit erhofft er sich positive Effekte.

Gerade gegen ein italienisches Team, das mit viel Einsatz an beiden Enden des Parketts arbeitet, sagt der Coach.  Vor zwei Jahren legte Dolomiti Energia ein respektables Eurocup-Debüt hin und zog ins Halbfinale ein. Bei der zweiten Teilnahme wird die Mannschaft um den Ex-Ulmer Dominique Sutton sicherlich nicht mehr unterschätzt. Trento stand in der abgelaufenen Saison in Italien im Endspiel, unterlag dort aber Venedig. Aktuell belegt das Team Rang elf. Sutton machte für Ulm Anfang der vergangenen Saison acht Spiele in der BBL und vier im Eurocup, musste aber, nachdem Augustine Rubit wieder fit geworden war, gehen.

Leibenath fühlte sich bei der Analyse Trentos phasenweise an den BBL-Konkurrenten Ludwigsburg erinnert, der mit viel Athletik, einem hohen Tempo, einer höchst intensiven Verteidigung und einem ausgeprägten Reboundwillen den Gegner zu erdrücken versuche. Das macht sich auch in der statistischen Besonderheit bemerkbar, dass Trento vor allem als ein Team gilt, das Dreierschützen konsequenter als andere verteidigt.

Am 10. Dezember wird das Nachwuchsprogramm von BBU ’01 ausgebremst. Wenn die Ulmer Profis am Sonntag um 15 Uhr in Gießen antreten, empfängt in der zweiten Liga/Pro A Trier um 17 Uhr die Orange Academy. Joschka Ferner und weitere vier Doppellizenzspieler, die sowohl in der BBL als auch in der Pro A zum Einsatz kommen, können an diesem Tag nur eine Partie bestreiten. „Das ist völlig unverständlich und für mich nicht nachvollziehbar“, kommentiert Manager Stoll die Spielverlegung. Die BBL hat die zunächst für den 9. Dezember terminierte Partie wegen TV-Richtlinien gegen ein Veto aus Ulm verlegt.

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