Ulmer Basketballer treffen im Halbfinale auf alte Bekannte

Man kennt sich: Zwölf Spieler haben bereits in der vergangenen Saison im Viertelfinale gespielt. Nun treffen Ratiopharm Ulm und die Baskets Oldenburg erneut aufeinander.

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Ein Blick auf die Zahlen verspricht für das Halbfinale Vollgas-Basketball. Ratiopharm Ulm gehört ohnehin zum Besten, was die Bundesliga an Offensiv-Power zu bieten hat. Gegner Oldenburg hat in den Playoffs noch einmal eine ordentliche Schippe draufgelegt und beim 3:1 in der Viertelfinalserie gegen Bayreuth eine beeindruckende Leistung gezeigt. 93,8 Punkte erzielten die Donnervögel im Schnitt pro Partie, trafen 45,7 Prozent ihrer Dreier und fast 55 Prozent der Feldwürfe.

Kein Wunder, dass Ulm mit einer gehörigen Portion Respekt in die Halbfinalserie geht. Zumal die Oldenburger, die das erste Spiel am Sonntag in der Ratiopharm-Arena (15 Uhr) bestreiten müssen, mit einer Extra-Portion Motivation anreisen. „Für die steht ganz klar Revanche auf dem Programm“, stellt Ulms Trainer Thorsten Leibenath klar.

Im vergangenen Jahr waren die Ulmer im Viertelfinale als Siebter gegen die Niedersachsen nur Außenseiter. Das Team von Trainer Mladen Drijencic hatte die Hauptrunde als Zweiter und damit so gut wie noch nie in der Vereinsgeschichte abgeschlossen – dann kam das Ratiopharm-Team in die Stadt, klaute im ersten Spiel gleich den Heimvorteil und entschied die Serie mit 3:1 für sich. In diesem Jahr sind die Vorzeichen vertauscht, zumindest was die Hauptrunde und den Heimvorteil betrifft.

Aus eigener Erfahrung wissen die Gastgeber also, wie wichtig es ist, im ersten Spiel zu bestehen. Deshalb stellt Per Günther klar: „Der Heimvorteil ist eine riesen Sache.“ Zumal die Serie gegen Ludwigsburg viel Kraft gekostet hat und die Oldenburger mit einem Spiel weniger zwei Tage länger Pause hatten. „Unsere Energiereserven werden nicht voll sein. Und da müssen uns die Fans tragen“, appelliert Günther an die 6200 Zuschauer in der ausverkauften Ratiopharm-Arena. Gäste-Trainer Drijencic ahnt, was auf ihn und seine Spieler am Sonntag zukommt. „Wir müssen in Ulm in einer heißen Atmosphäre bestehen und mindestens ein Spiel gewinnen und dazu dann die Heimspiele gewinnen. Diese Aufgabe wird extrem schwer, aber der Wille kann Berge versetzen.“

Auf drei Teams vorbereitet

Leibenath und seine Assistenten Jesus Ramirez und Pete Strobl haben in der vergangenen Woche derweil Akkordarbeit verrichtet. Das Trio musste nicht nur das vierte und fünfte Spiel gegen Ludwigsburg vorbereiten, sondern hat parallel dazu auch bereits an der Vorbereitung auf Bayreuth und zuletzt nur noch Oldenburg gearbeitet. Dabei wurde den Trainern die Arbeit zumindest dadurch ein wenig erleichtert, dass die Baskets wie auch die Ulmer einen Großteil der Spieler der vergangenen Saison halten konnten. So kommt es, dass zwölf Akteure sich bereits im letztjährigen Viertelfinale gegenüberstanden. „Das macht die Serie, neben dem Umstand, dass es nun ein Halbfinale ist, noch einmal einen Tick spannender“, sagt Leibenath.

Die Gäste um den Ex-Ulmer Philipp Schwethelm sind jedoch nicht das einzige Team, dass im Halbfinale etwas beweisen will. Bei den Ulmern hat sich nach dem Protest der Ludwigsburger und der Kritik an der Schiedsrichter-Leistung in Spiel fünf ein wenig der Verdacht eingeschlichen, dass die eigene Leistung beim 3:2 im Viertelfinale nicht ausreichend gewürdigt wird. „Manche Leute denken, dass wir nicht verdient im Halbfinale stehen. Das ist nicht der Fall“, stellt Coach Leibenath klar.

Nach dem Halbfinal-Auftakt am Sonntag vor den eigenen Fans, der nur bei Telekom-Basketball live gezeigt wird, geht es für die Ulmer bereits am Dienstag (20.30 Uhr) mit der Partie in Oldenburg weiter. Die zweite Partie wird dann von Sport 1 im Free-TV gezeigt. Im zweiten Halbfinale stehen sich Bamberg und Bayern München gegenüber.

Bereits bevor der Halbfinaleinzug fest stand, hat Ratiopharm Ulm die Verträge mit Jesus Ramirez und Pete Strobl verlängert. Das Duo bleibt bis 2019 beim Vizemeister. „Mit Jesus und Pete habe ich zwei Coaches an meiner Seite, auf die ich mich zu hundert Prozent verlassen kann und die mit ihrer Arbeit die perfekte Schnittstelle zwischen Nachwuchs- und Profibereich bilden“, sagte Trainer Thorsten Leibenath, dessen Vertrag ebenfalls bis 2019 läuft. Der Spanier Ramirez (37) ist seit 2011 an Leibenaths Seite, der Amerikaner Strobl ((39) kam zu Beginn dieser Saison nach Ulm. swp

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