Ulmer Basketballer starten ins Trainingslager

In den kommenden zehn Tagen holen sich die Ulmer Basketballer den Feinschliff für die anstehende Saison. Die Rahmenbedingungen sind dabei perfekt.

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  • Da lässt es sich gut aushalten: Die Casa Léon, die den Basketballern während des Trainingslagers exklusiv zur Verfügung steht, glänzt nicht nur mit einer tollen Pool-Anlage. 1/2
    Da lässt es sich gut aushalten: Die Casa Léon, die den Basketballern während des Trainingslagers exklusiv zur Verfügung steht, glänzt nicht nur mit einer tollen Pool-Anlage. Foto: 
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    Da lässt es sich gut aushalten: Die Casa Léon, die den Basketballern während des Trainingslagers exklusiv zur Verfügung steht, glänzt nicht nur mit einer tollen Pool-Anlage. Foto: 
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Noch vor ein paar Wochen war die Casa Léon hauptsächlich von Frauen bewohnt. Um genau zu sein, von 25 attraktiven Damen, die alle um einen Mann buhlten. Auf dem 10.000 m² großen Anwesen im Süden Gran Canarias wurde nämlich acht Wochen lang die schwedische Version der TV-Serie „Der Bachelor“ gedreht.

Ab heute herrscht hingegen Frauenmangel auf dem Monte Léon, auf dem die Ferienanlage steht: Die Ulmer Basketballer beziehen zum dritten Mal hier ihr Quartier und bereiten sich bis zum 18. September auf die anstehende Bundesliga-Saison vor. Um die Trainingshalle zu erreichen, muss der Vizemeister zwar einige Minuten Busfahrt in Kauf nehmen, dafür wird er mit einer traumhaften Unterkunft belohnt. Möglich macht das Sponsor Möbel Mahler, der die Anlage eigentlich als Schulungshotel nutzt.

Den Basketballern fehlt es während ihres Aufenthalts an nichts. Es gibt ein Fitnessstudio, eine großzügige Pool-Anlage sowie einen Tischkicker und eine Tischtennis-Platte. Per Günther, der bekanntlich Schalke-Fan ist, muss nicht einmal auf das Spiel der Königsblauen heute Abend gegen Bayern München verzichten. Sowohl im Gemeinschaftsraum als auch auf den Zimmern kann via Pay-TV-Sender Sky die Fußball-Bundesliga live verfolgt werden.

Kein Wunder, dass Geschäftsführerin Marina Mahler sagt: „Die Basketballer fühlen sich bei uns wie zu Hause.“ Und zum Teil wohl auch ein bisschen wohler. 22 Zimmer stehen zur Verfügung – plus drei Suiten. Die beziehen Cheftrainer Thorsten Leibenath sowie die Geschäftsführer Thomas Stoll und Andreas Oettel.

Dass einmal im Jahr Profisportler bei ihnen vorbeischauen, ist für die Angestellten etwas Besonderes. „Das ist ein bisschen ein anderer Alltag“, sagt Marina Mahler und berichtet vom ersten Jahr, in dem die Mitarbeiter an der Rezeption überrascht waren, dass mittags alle paar Minuten ein anderer Spieler vor ihnen stand und nach Eis fragte. Inzwischen wissen alle Angestellten, dass die Akteure nach den Trainingseinheiten ihre geschundenen Körper und Gelenke kühlen wollen.

Denn auch wenn sich die Casa Léon nach zehn schönen Tagen in der Sonne und am Pool anhört, wartet auf die Ratiopharm-Spieler eine harte Zeit. Die Ergebnisse der bisherigen Testspiele passen Trainer Leibenath gar nicht, auch wenn er sie nicht überbewerten will: „Ich bin Sportler und als solcher will ich natürlich gewinnen.“ Nach der langen Saison mit dem Finaleinzug haben sich die Ulmer Verantwortlichen dazu entschieden, etwas später in die Vorbereitung zu starten. Die Konkurrenz ist dem Ulmer Team deshalb momentan noch ein Stück weit voraus, was sich zum Beispiel beim 79:97 im nicht-öffentlichen Test gegen Würzburg gezeigt hat. „Das haben wir aber bewusst in Kauf genommen“, stellte Leibenath klar.

Allerdings soll bis zum Saisonstart am 25. September in Bayreuth dieser Rückstand aufgeholt werden. Deshalb erwartet die Spieler neben zwei Testpartien gegen den spanischen Eurocup-Teilnehmer Gran Canaria ein „paar intensive Trainingseinheiten“, wie Leibenath ankündigte. Dazwischen bleibt sicherlich Zeit, für passionierte Golfer wie Günther einem der fünf Plätze in unmittelbarer Nähe einen Besuch abzustatten. Und auch sonst werden die Spieler in der Abgeschiedenheit des Anwesens viel Zeit miteinander verbringen – was Leibenath ganz recht ist: „Wir versuchen, uns dort auch zu einer Einheit zu formieren.“

In ein paar Tagen erhalten die Profis dann Zuwachs – vom eigenen Basketball-Nachwuchs. Zum ersten Mal werden in diesem Jahr die jungen Pro-B-Spieler des Kooperationspartners Weißenhorn Youngstars nachreisen. Platz genug ist auf der Casa Léon ja, die bislang nicht für jeden zugänglich war. Das hat sich geändert, laut Marina Mahler können nun auch Privatpersonen einen Aufenthalt buchen (www.casaleonmembersclub.com) – so lange keine Basketballer oder der schwedische Bachelor alle Zimmer belegen.

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