Ulmer Basketballer schlagen Braunschweig mit 88:77

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Für den Ulmer Basketball-Trainer Thorsten Leibenath war die Heimpartie gegen die Löwen aus Braunschweig eine von enormer Bedeutung. Festsetzen im Tabellenkeller bei einer Niederlage, das war die eine Option. Die Playoff-Plätze in realistischer Reichweite halten, war die andere. Alles gut nun, könnte man meinen, denn die Ratiopharm-Korbjäger haben gegen die Niedersachsen mit 88:77 (39:40) gewonnen und damit den dritten Liga-Sieg in Folge gefeiert. Allerdings taugen die Leistungen in den ersten drei Vierteln nicht, um das Erreichen der Meisterrunde als machbares Ziel auszurufen.

Die Fortschritte, die die Mannschaft in den zurückliegenden 14 Pflichtspielen gemacht hat (Eurocup und BBL), dazu noch einige Testspiele, bewegen sich im Nano-Bereich. Was man dem Team in der Regel nicht vorwerfen kann, ist mangelnder Wille, eine Partie trotz widriger Umstände doch noch gewinnen zu wollen. Aber Missverständnisse vor allem in der Defensive gehören weiterhin zum Alltag dieser Mannschaft.

So war es auch in den 40 Minuten gegen die Braunschweiger. Als sich für Per Günther & Co. die Möglichkeit anbot, die Partie zu ihren Gunsten zu drehen, schnappten die Ulmer konsequent zu. Das war zu Beginn des vierten Viertels der Fall. 64:64 hieß es nach 30 Minuten. Der Schlussabschnitt begann schon unglücklich für die Gäste, bei denen sich Scott Eatherton gleich zu Beginn einen Ballverlust durch einen Schrittfehler leistete. Der Ulmer Da’Sean Butler traf danach aus der Distanz, Jerrelle Benimon dunkte zum 69:64. Bazoumana Kone verkürzte zum 67:69. Aber das Heimteam konterte mit einem 11:0-Lauf – die Entscheidung rund sechs Minuten vor dem Ende. In dieser Phase konnten die Braunschweiger den Gegner einfach nicht stoppen und verwarfen selbst aus aussichtsreicher Position einige Bälle. Knapp vier Minuten, in denen sich die Norddeutschen um den verdienten Lohn für 30 Minuten „schönen Basketball“ (Thorsten Leibenath) brachten. „Die Art und Weise, wie wir im vierten Viertel aufgetreten sind, war gut. Doch die Braunschweiger haben uns auch in arge Bedrängnis gebracht. Deshaln bin ich nicht zufrieden“, meinte Leibenath. Im Ratiopharm-Trikot war es vor allem Trey Lewis, der aus allen Lagen traf und für die Trendwende am Schluss verantwortlich war. Neuzugang Jerrelle Benimon kam zu seinen ersten BBL-Minuten. Für ihn musste wegen der Liga-Beschränkung auf sechs Ausländer Toure Murry weichen.

Beste Ulmer Werfer: Lewis und Günther je 17 Punkte, Harangody 14, Thompson 10.

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