Ulmer Basketballer gegen Bayreuth unter Druck

Nach den beiden Niederlagen zum Saisonstart wird es für die Ulmer Basketballer nicht einfacher. Gegner Bayreuth ist im Gegensatz zum Ratiopharm-Team eingespielt und froh, dass dieses Duell früh in der Saison stattfindet.

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Für Trey Lewis gab es gleich im ersten Vorbereitungsspiel ein Wiedersehen mit seinem Ex-Klub. Den Test verloren die Ulmer zwar, setzten aber zum Ende der Partie nur noch die junge Garde ein.  Foto: 

Drei der Ulmer Neuzugänge sind innerhalb der Bundesliga zum Ratiopharm-Team gewechselt. Der Spielplan brachte es mit sich, dass dieses Trio in den ersten drei Partien gleich auf seine Ex-Klubs trifft. Bislang verliefen die Wiedersehen für Ismet Akpinar, der mit gerade einmal 22 Jahren am Samstag sein 100. Bundesligaspiel bestreitet, mit Alba Berlin (68:72) und Ryan Thompson mit Bonn (74:86) nicht sehr erfreulich. Nun hofft Trey Lewis, dass wenigstens er am Samstag (18 Uhr/live bei Telekomsport.de) das Spielfeld gegen seinen Ex-Klub Bayreuth als Sieger verlassen kann. Am Dienstag (19.30 Uhr) gibt es beim Eurocup-Auftakt übrigens dann die erste Rückkehr eines letztjährigen Ulmers in die Ratiopharm-Arena. Dann ist Raymar Morgan mit dem türkischen Klub Tofas Bursa zu Gast.

Im Kern zusammen geblieben

Während manchem Ulmer Neuzugang die Anlaufschwierigkeiten deutlich anzumerken sind und die meisten Akteure noch auf der Suche nach ihrer Rolle im Team sind, hatte Trey Lewis damit kein Problem. Der 24-Jährige, der eigentlich Joseph Lewis III heißt, von allen aber nur Trey genannt wird, hat keine Hemmungen, einen Wurf nach dem anderen zu nehmen und das Spiel an sich zu reißen. Das hat er auch schon bei seinem Premierenauftritt im Bayreuther Trikot gezeigt. In seinem ersten Profispiel überhaupt erzielte der Guard gleich 30 Punkte – gegen Ulm. 15,3 Punkte erzielte er im Schnitt in den 36 Spielen für Bayreuth und hatte damit einen großen Anteil an der besten Saison seit 21 Jahren.

So unerwartet das Abschneiden mit dem vierten Platz nach der Hauptrunde auch war, folgte die eigentliche Überraschung erst nach der Runde. Die Mannschaft von Coach Raoul Korner blieb trotz des Erfolgs zu großen Teilen zusammen, konnte sieben Spieler halten und musste lediglich die Abgänge von Lewis nach Ulm und Kyan Anderson (Pau-Orthez/Frankreich) verkraften. Deshalb ist Leibenath nicht davon begeistert, so früh in der Saison auf die Wagnerstädter zu treffen: „Zum momentanen Zeitpunkt gegen Bayreuth spielen zu müssen, ist nicht einfach. Sie sind sehr eingespielt, haben den Kern der Mannschaft vom letzten Jahr gehalten und sich hochkarätig verstärkt.“

Assem Mareis in Topform

Der Gegenseite kommt der Termin hingegen ganz recht. „Ein Sieg in Ulm wäre natürlich ein riesengroße Bonus, weil ich glaube, dass es zu Beginn der Saison vielleicht ein bisschen leichter ist, als in ein paar Monaten, wenn sich die Mannschaft gefunden hat“, sagt Korner und fügt an: „Wir hoffen, dass unser Vorteil der Eingespieltheit die individuelle Klasse von Ulm noch übertrumpfen kann.“

Eine Hoffnung, die nach den ersten Spielen nicht unberechtigt ist. Zumal Bayreuth seine langen Kerls unterm Korb halten konnte und hier, sollte Center Tim Ohlbrecht abermals nach seiner Knie-OP ausfallen, im Vorteil ist. Vor allem der Ägypter Assem Marei war bei den beiden Auftaktsiegen in Tübingen (87:77) und gegen den Mitteldeutschen BC (82:74) gut drauf. Im Schnitt legte der Bayreuther Center 18 Punkte auf und krallte sich zehn Rebounds. Leibenath warnt deshalb: „Er spielt sehr physisch, holt sich vier Offensivrebounds pro Spiel und hat seine Stärken dort, wo wir zuletzt verwundbar waren.“

Dass der Auftakt für die Ulmer nicht wie geplant verlief, ist den Bayreuthern natürlich nicht entgangen. Doch das versuchen die Gäste auszublenden. „Wir beschäftigen uns nicht damit, wie viel oder wenig Druck auf Ulm lastet“, stellt Korner klar. Ob das den Ratiopharm-Akteure auch gelingt, wird sich am Samstag in der ausverkauften Arena zeigen.

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