Serien der Ulmer halten auch im Derby

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Im Derby ging es mal wieder ordentlich zur Sache. Hier verliert der Ex-Ulmer Isaiah Philmore im Gewühl mit dem Ex-Tübinger Augustine Rubit (r.) seine Sportbrille.  Foto: 

Zwischendurch waren die zahlreich mitgereisten Ulmer Basketball-Fans etwas leiser geworden, doch als der 89:79-Sieg ihres Teams bei den Tigers Tübingen feststand, war der Jubel umso lauter. Die Gäste setzten mit dem Erfolg vor 3132 Zuschauern in der Paul-Horn-Arena gleich mehrere Serien fort. Zum einen ist der Vizemeister auch nach dem zwölften Bundesliga-Spiel ungeschlagen, baut den Startrekord also weiter aus. Zum anderen war es der elfte Sieg in Folge gegen Tübingen, das zum letzten Mal am 26. Februar 2011 das Parkett gegen die Ulmer als Sieger verlassen. Somit hatte auch die persönliche Bilanz von Trainer Thorsten Leibenath Bestand, der als Ratiopharm-Trainer noch nie gegen die Tigers verloren hat.

Als die Schlusssirene ertönt war, genoss der Coach etwas abseits die Feier seiner Spieler mit den jubelnden Fans. Hinter ihm und seinem Team lagen 40 Minuten harter Kampf. Dass dabei der Tabellenzweite auf den Vierzehnten getroffen war, ist für ein Derby ohne Bedeutung. Das stellte auch Leibenath klar: „Für mich war der Spielverlauf keine Überraschung.“

Das Team von Trainer Tyron McCoy startete besser in die Partie und führte nach fünf Minuten mit 12:3. Die Ulmer taten sich bis dahin in der Defensive und der Offensive schwer. Erst als Taylor Braun, der genauso wie Per Günther unter der Woche im Eurocup geschont worden war, per Dreier zum 6:12 traf, lief es im Angriff besser. In der Abwehr taten sich die Ratiopharm-Akteure hingegen weiterhin schwer. Immerhin hatten sie sich bis zum Viertelende auf 24:27 herangekämpft.

Den zweiten Durchgang begannen die Ulmer mit keinem einzigen Spieler aus der Startformation. Stattdessen durften die vermeintlichen Bankspieler ran, die bereits zum Ende des ersten Viertels dafür gesorgt hatten, dass Tübingen nicht noch weiter davonzog. Mit sieben Punkten in Serie sorgte Augustine Rubit gegen seinen Ex-Klub für die erste Führung (31:29), die allerdings nur einen Angriff lang währte. Beim 43:43 ging es in die Halbzeit.

Das dritte Viertel war ebenso umkämpft wie die erste Hälfte. Die Ulmer waren nun in der Defensive besser als im ersten Viertel. Das war aber auch nötig, da Tübingen gut auf die Ratiopharm-Angriffsmaschine eingestellt war. „Sie haben uns viele Dinge weggenommen, die sonst klappen“, sagte Leibenath.

Immerhin brachte der Eurocup-Teilnehmer nun den Ball öfter zu den langen Jungs unter den Korb als noch zu Beginn der Partie. Das zahlte sich aus. Raymar Morgan und Augustine Rubit konnten sich immer wieder erfolgreich durchsetzen oder gingen nach Fouls an die Freiwurflinie. Mit 20 Punkten war Morgan erfolgreichster Werfer der Partie, Rubit liefert mit 19 Punkten und zehn Rebounds ein Double-Double an alter Wirkungsstelle ab.

Braydon Hobbs war es, der im dritten Viertel mit der Sirene per Dreier von weit hinter der Linie das 66:63 besorgte. Doch Tübingen konterte abermals und führte sechs Minuten vor dem Ende mit 74:72. Dann tauchte endlich Chris Babb auf, von dem bis dahin kaum etwas zu sehen war. Mit acht Punkten sorgte er für das erste Ulmer Polster der Partie (82:77), auf das Günther, der eine durchwachsene Leistung zeigte, noch Einen draufsetzte (85:77). Rubit beseitigte mit einer Doppelaktion die letzten Zweifel. Erst blockte er den Ex-Ulmer Isaiah Philmore, der mit 15 Punkten ein gutes Spiel machte, und im Gegenzug traf er 30 Sekunden vor dem Ende zum 87:79, bevor er von der Freiwurflinie den 89:79-Endstand besorgte.

Durch den Ulmer Erfolg sowie den 79:54-Sieg von Bamberg gegen Jena ist nun alles bereit für den Showdown der beiden einzigen ungeschlagenen Bundesliga-Teams am kommenden Sonntag in der Ratiopharm-Arena (18 Uhr). Dann wird auf jeden Fall eine Siegesserie enden.

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