Basketballer Betz: Wild auf Duell mit Ex-Klub

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Im März dieses Jahres bestritt Sebastian Betz in Würzburg (rechts gegen Raymar Morgan) sein letztes Spiel gegen Ulm.  Foto: 

Mit Sebastian Betz kehrt ein ehemaliger Ratiopharm-Korbjäger nach Ulm zurück. Wegen einer langwierigen Verletzung konnte er seinem Team aus Würzburg bislang kaum helfen. Sein größter Wunsch wäre es heute in der Ratiopharm-Arena (ab 19 Uhr auf Telekom Basketball) wieder auf dem Parkett zu stehen.

Herr Betz, wie steht es um Ihre Gesundheit?

Sebastian Betz: Ich hab jetzt vier Wochen mittrainiert und bin wieder fit. Ich stehe im Aufgebot. Ob ich tatsächlich spielen werde, entscheidet natürlich der Trainer. Für mich wäre es jedenfalls ein großes Vergnügen, denn es wäre das erste Mal seit vielen Jahren.

Der Ulmer Trainer Thorsten Leibenath sagt über Sie, dass Sie Spieler mitreißen können. War das zuletzt von der Bank aus möglich?

Es war sehr schwierig, in dieser Situation andere zu motivieren. Ich definiere mich über die Energie und den Kampf auf dem Feld. Es macht einen großen Unterschied, wenn ich nicht mitspielen kann. So fehlte mir einfach die hundertprozentige Bindung zu den anderen. Das bedauere ich.

Vergangene Saison hat Würzburg als Aufsteiger für Furore gesorgt und stand in den Playoffs – wie weit scheint dieses Ziel nach einem zähen Start mit nur vier Siegen aus 13 Spielen in die Ferne gerückt zu sein?

Auch wenn wir einen suboptimalen Start hatten, sehe ich uns noch lange nicht auf verlorenem Posten. Schauen wir mal, wo wir Ende Januar stehen. Unter die besten Acht zu kommen, ist auf jeden Fall noch drin.

Wie wichtig war der 93:89-Sieg über Braunschweig nach zuletzt vier Niederlagen?

Ich denke nicht, dass dieser Sieg gegen Braunschweig, das keine Spitzenmannschaft ist, so etwas wie einen Hallo-Wach-Effekt hat. Basketballerisch haben wir noch Nachholbedarf. Auch in der Abstimmung fehlt es aus meiner Sicht. Zudem ist Ulm sicherlich nicht der richtige Gegner, um eine kleine Serie zu starten.

Aber der Gegner, mit dem Sie in der BBL persönlich viel verbinden?

Natürlich freue ich mich darauf, die ganzen Leute wiederzusehen. Ich habe hier immer noch einen großen Freundeskreis aus meiner Zeit im Ulmer Trikot. Mit Thorsten pflege ich regelmäßigen Kontakt, auch mit Per.

Was zeichnet die Ulmer Mannschaft diese Saison aus?

Man merkt einfach, dass die Mannschaft das zweite Jahr zusammenspielt und offensiv viel Power bringt. Dass sie auch die zweitbeste Verteidigung der Liga stellen, hätte ich aber vor der Saison nicht gedacht. Sie sind gut gecoacht, Thorsten spricht viel mit den Spielern, es stimmt einfach das Zwischenmenschliche. Hinzu kommt die Spielpraxis international. Und wenn es mal läuft, dann läuft es.

Also gibt es wieder ein Finale zwischen Bamberg und Ulm?

München, Oldenburg und Bayreuth muss man auch noch auf der Rechnung haben. Aber Ulm gehört zu den Top Vier der Liga. Über eine Finalteilnahme würde ich mich nicht wundern.

In Weilheim/Oberbayern geboren schloss sich Sebastian Betz 2007 den Basketballern von Ratiopharm Ulm an. Über sechs Jahre hinweg blieb der heute 31-Jährige den Mitspielern wie Zuschauern als energiegeladener Small Forward gut in Erinnerung. Als er 2013 nach Würzburg wechselte warf ihn eine langwierige Verletzung zurück. In der Saison nach dem Aufstieg in die Bundesliga kam er auf 32 Spiele, beim Spiel in Ulm fehlte er aber erneut. Ob er nach seinem auskurierten Achillesfersenriss von Coach Doug Spradley eingesetzt wird, ist offen.

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