Ratiopharm Ulm gewinnt in Quakenbrück mit 82:77

Vor 3000 Zuschauern konnten die Ulmer Basketballer gegen Quakenbrück bestehen und das Spiel mit 82:77 für sich entscheiden. „Sie dürfen sich in ihrer Halle nicht wohlfühlen“, forderte Thorsten Leibenath vor dem Tippoff.

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„Sie dürfen sich in ihrer Halle nicht wohlfühlen“, forderte Thorsten Leibenath vor dem Tippoff in der mit 3000 Zuschauern ausverkauften Artland-Arena in Quakenbrück von seiner Mannschaft. Und tatsächlich: Die Ratiopharm-Korbjäger brachten alles Nötige aufs Parkett, um beim Tabellenachten der Bundesliga mit dem 82:77 ein Unbehagen zu erzeugen. Quakenbrück schaffte es wieder nicht, nach mehr als vier Jahren gegen die Ulmer zu gewinnen. Der Aufwärtstrend vom Bamberg-Spiel setzten die Ulmer damit fort und sicherten sich auch den direkten Vergleich mit den Artland Dragons. Das Hinspiel ging mit 88:86 knapp an die Donaustädter. Im Rennen um die Playoff-Plätze macht der Tabellenfünfte auch weiterhin alles richtig.

Coach Leibenath gab Per Günther, Will Clyburn, Maarten Leunen, Philipp Schwethelm sowie Tim Ohlbrecht sein Vertrauen für die Startformation. Nach einem verhaltenen Auftakt beider Teams lag zunächst das Gästeteam mit 5:2 in Front. Dann verloren die Ulmer zunächst ihren Fokus, weshalb die Drachen über das 10:10 auf ein 18:13 davonzogen und dabei noch aus allen Lagen trafen. Zu allem Übel erhöhte Chad Toppert per Dreier auf den 21:13-Viertelendstand. Und im zweiten machte der ehemaliga Klub von Leibenath genauso weiter und sein Team schaute zu. Alles in allem also kein guter Start für den Tabellenfünften in der Fremde.

Der erschreckende 13-Punkte-Rückstand bei der 26:13-Führung der Artland-Basketballer im zweiten Durchgang veranlasste den Ulmer Coach, in einer ersten Auszeit seine Spieler noch einmal zu ermahnen, aggressiver zu verteidigen. Die Ansprache fruchtete offenbar, denn nun nahmen die Ulmer wieder das Zepter in die Hand. Will Clyburn dunkte bei der Aufholjagd auf 25:28 heran, als der Abstand beim 29:30 auf einen Zähler zusammenschmolz, bat Dragons-Trainer Tyson McCoy an die Seitenlinie (17. Minute). Per Schnellangriff schnappten sich die Ulmer kurzfristig die 31:31-Führung. Dann aber verloren die Ulmer zu häufig den Ball, was Dragons-Spielmacher David Holston eiskalt bestrafte und sich durchsetzte, um das Leibenath-Team wieder beim 31:25 ins Hintertreffen zu bringen. Auch zu diesem Zeitpunkt war noch nicht abzusehen, dass die Ulmer am Ende den Sieg souverän verwalten sollten.

Im dritten Viertel dann deutete sich eine Wende zugunsten der Ulmer an. Plötzlich spielte das Gästeteam wie ausgewechselt, besserte die Werte in einigen Kategorien klar auf und riss nach einem anfänglichen Hin und Her im dritten Durchgang schließlich die Führung an sich (56:47). Mit 25:12 gehörte dieser Durchgang überdeutlich den Basketballern von Ratiopharm Ulm, wobei die Mannschaft auch davon profitierte, dass bei Quakenbrück irgendwie die Luft raus schien. Vor allem konnten die Drachen an diesem Abend auch ihre größte Stärke, die Schüsse aus der Distanz, nicht ausspielen.

Doch vor allem stimmte der Einsatzwillen und die Leistung der Ulmer, die sich im Kampf um die Playoffs eine gute Ausgangslage sicherten. Die Defensive arbeitete nun richtig effektiv, was auch verhinderte, dass die Dragons, die sich im letzten Viertel noch einmal aufbäumten, den Rückstand nicht mehr aufholen konnten. Beim 65:70 pirschte sich die Mannschaft von Tyson McCoy noch einmal heran, doch dank einem starken Auftritt vor allem von Tim Ohlbrecht (16 Punkte), Brion Rush (16) und natürlich Per Günther (17) war der Ulmer Sieg nicht mehr in Gefahr.

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