Ratiopharm-Neuzugang im Anflug auf Ulm

Basketball-Bundesligist Ulm will am Montag einen Neuzugang präsentieren. Der soll den verletzten Augustine Rubit ersetzen, der zum Saisonstart ausfallen wird.

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Augustine Rubit (r.) wird den Ulmer Basketballern zum Saisonstart nicht zur Verfügung stehen. Deshalb hat der Verein reagiert und will heute einen weiteren Neuzugang präsentieren.  Foto: 

Eigentlich hatten die Ulmer Bundesliga-Basketballer ihre Kaderplanung abgeschlossen, doch am Montag wird in der Ratiopharm-Geschäftsstelle ein weiterer Neuzugang erwartet. Es ist nicht das erste Mal in diesem Sommer, dass der Vizemeister das Team nachbessert. Wenige Wochen vor dem Vorbereitungsstart hatten Manager Thomas Stoll und Trainer Thorsten Leibenath überraschend die Rückkehr von Tim Ohlbrecht verkündet, der nach Braydon Hobbs und Karsten Tadda der dritte Neuzugang ist. Damals hatte sich für die Verantwortlichen die Chance auf eine neuerliche Verpflichtung des Centers ergeben – und so schlugen die Ulmer nach positiven Gesprächen mit Sponsoren zu und sicherten sich die Dienste des Ex-Nationalspielers.

Dieses Mal ist die Lage ein klein wenig anders. Mit der Verpflichtung des Neuzugangs, dessen Namen Stoll am Sonntag noch nicht nennen wollte, gehen die Ulmer auf Nummer sicher. Der Neue ist als Absicherung für Augustine Rubit gedacht, der wegen einer Handverletzung den Saisonstart am 25. September bei Medi Bayreuth verpassen wird. Rubit gibt an, sich die Handverletzung in den Playoffs zugezogen zu haben. Nach der verlorenen Endspielserie gegen Bamberg und seiner Rückkehr in die USA wurden die Schmerzen schlimmer, eine Operation wurde unumgänglich. Erst mit einwöchiger Verspätung war der 27-Jährige dann vergangene Woche nach Ulm zurückgekehrt, wo er nun seine Rehabilitation absolviert. Stoll plant nicht vor „Mitte, Ende Oktober“ mit einer Rückkehr Rubits auf das Spielfeld.

Ratiopharm Ulm will mit der Verpflichtung des Neuzugangs, der den siebten Ausländerspot besetzt und zunächst mit einem Zeitvertrag ausgestattet wird (Ulm besitzt eine Option zur Verlängerung), einem Fehlstart wie in der vergangenen Saison vorbeugen. Damals machten Trainer Leibenath unter anderem die Verletzungen von Carlon Brown und Taylor Braun, der momentan nach einer Ellbogen-Operation so langsam wieder ins Training einsteigt, zu schaffen. Erst nach Brauns Rückkehr sowie der Nachverpflichtungen von Chris Babb und Pierria Henry kamen die Ulmer in Fahrt.

Ein neuerlicher Stotterstart soll dieses Mal verhindert werden, zumal es von Beginn an Schlag auf Schlag geht. Nach dem Ligastart in Bayreuth folgt ein Doppelspieltag mit dem Heimspiel gegen Oldenburg (1. Oktober) und der Auswärtspartie in Berlin (3. Oktober). Nach einem weiteren Heimspiel am 8. Oktober gegen Bremerhaven startet vier Tage später der Eurocup mit der Partie im spanischen Valencia.

Seit vergangenem Freitag ist nach einem Treffen der Eurocup-Klubs klar, dass der internationale Wettbewerb wie geplant stattfinden soll. Nachdem der Basketball-Weltverband Fiba über die einzelnen Landesverbände massiv Druck ausgeübt hatte, waren alle italienischen Vereine sowie zuletzt Stelmet Zielona Gora (Polen), Partizan Nis Belgrad (Serbien) und AEK Athen (Griechenland) abgesprungen. Wer die drei Teams ersetzen wird, soll nächste Woche bekanntgegeben werden.

Für die Ulmer wird sich aber nichts ändern, keiner aus dem Trio ist in der Gruppe des deutschen Vizemeisters. Stoll, der in Barcelona vor Ort war, konnte aufatmen, dass alles wie geplant über die Bühne geht. Mit Valencia, das sich die Dienste des Ex-Ulmers John Bryant gesichert hat, Hapoel Jerusalem, das sich mit dem Ex-NBA-Star Amar’e Stoudemire verstärkt hat, sowie Kuban Krasnodar (mit dem Ex-Ulmer Ian Vougioukas) haben die Ulmer eine attraktive, aber sehr schwere Gruppe erwischt. Fuenlabrada und Ljubljana komplettieren die Gruppe D, die Leibenath als die schwerste im diesjährigen Wettbewerb bezeichnet.

Verschlafener Start kostet gegen Bonn den Sieg

Nächster Schritt Die Ulmer Basketballer haben die Titelverteidigung beim Gezeiten-Cup in Rhöndorf verpasst. Zum Auftakt des zweitägigen Turniers unterlag das Team von Trainer Thorsten Leibenath Bundesliga-Konkurrent Bonn mit 74:78. Ausschlaggebend für die Niederlage war das verschlafene erste Viertel, das Ulm mit 19:31 verlor. Zwar kämpfte sich der Vizemeister zurück, zum Sieg reichte es nicht mehr – unter anderem, weil die Trefferquote aus der Distanz schlecht war. Einen verhaltenen Start legte das Ratiopharm-Team auch am Sonntag in der Partie gegen Hanau hin. Nach zehn Minuten führten Per Günther und Co. gegen den Pro-A-Ligisten lediglich 21:18. Bis zur Halbzeit (42:30) rückte der Erstligist die Verhältnisse zurecht. Nachdem Hanau im dritten Viertel nur zwei Punkte erzielte, spielte die junge Garde den Sieg sicher nach Hause. Leibenath: „Im Vergleich zum ersten Turnier haben wir in Rhöndorf den nächsten Schritt gemacht. Allerdings sind wir in beide Spiele schlecht gestartet, was mich ärgert.“ seb

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