Orange Academy: Neues Kapitel an alter Wirkungsstätte

Aus den Basketballern der Weißenhorn Youngstars ist die Orange Academy geworden. Der Pro-A-Aufsteiger startet am Sonntag in der Ulmer Kuhberghalle mit dem Derby gegen Ehingen in die Saison.

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Joschka Ferner will in der Pro A den nächsten Entwicklungsschritt machen und einer der Leistungsträger sein.  Foto: 

Neue Liga, neuer Name, neue Halle. Also alles neu? Irgendwie doch nicht. Denn einen Ulmer Basketball-Verein in der Pro A, der seine Heimspiele in der Kuhberghalle austrägt, gab es schon einmal. Doch dieses Mal ist es anders als Anfang der 2000er Jahre, als Ulm um die Bundesliga-Rückkehr kämpfte. Das Ratiopharm-Team hat sich unter Trainer Thorsten Leibenath mittlerweile zu einem Spitzenklub gemausert und ist weit von der Zweitklassigkeit entfernt.

Nicht nur das: Neben Dauer-Meister Bamberg ist Ulm seit dieser Saison der einzige Verein, der mit einer Reserve-Mannschaft, einem sogenannten „Farmteam“, in der zweithöchsten deutschen Liga vertreten ist. Nach der Pro-B-Meisterschaft, die noch als Weißenhorn Youngstars errungen wurde, tritt das Team von Trainer Danny Jansson nun als Orange Academy an. Statt in der Dreifachturnhalle der Fuggerstadt werden die Heimspiel auf dem Ulmer Kuhberghalle ausgetragen, der ehemaligen Wirkungsstätte der SSV-46- und später dann Ratiopharm-Basketballer.

Der Spielplan hätte für die Rückkehr kaum besser ausfallen können. Gleich zum Auftakt gibt es am Sonntag (17 Uhr) das Derby mit dem einstigen Dauerrivalen Team Ehingen. Die Chancen auf eine Auferstehung der „Kuhberghölle“ stehen also gut.

Doch auch wenn die Vorfreude groß ist, weiß Jansson nicht so ganz genau, was ihn erwartet und wie sich seine Mannschaft in der neuen Liga zurechtfinden wird. Zumal das Team mit einem Alt­ersdurchschnitt von 19,3 Jahren die jüngste Truppe der Liga ist. Einen Vorteil haben die Academy-Schützlinge zumindest: Sie sind eingespielt. Jansson vertraut auf den Großteil seiner Aufstiegsmannschaft und hat auf externe Neuzugänge verzichtet. Die Abgänge von Marvin Omuvwie, Lukas Rosenbohm und Bernhard Benke sollen mit Talenten aus den eigenen Jugendteams aufgefangen werden. Tragende Rollen werden aber die Spieler übernehmen, die das Team zum überraschenden Titelgewinn und Aufstieg geführt haben. Neben Routinier Nils Mittmann werden das die Doppellizenzspieler mit Bundesliga- und Eurocup-Erfahrung sein. „Sie haben mit der Meisterschaft gezeigt, dass es Zeit für den nächsten Schritt ist“, stellt Jansson klar.

Ehingen immer Außenseiter

Für Joschka Ferner sind die Partien in der Pro A dabei keinesfalls lästige Pflicht, sondern ein weiterer Teil seiner sportlichen Entwicklung. Der 21-Jährige war in der abgelaufenen Pro-B-Runde einer der überragenden Spieler. Diese dominante Rolle will er nun auch eine Liga höher ausfüllen. Selbiges gilt für David Krämer, Marcell Pongo, Björn Rohwer und Till Pape. Dass sich das Team sich im Großen und Ganzen kennt, sieht Ferner als großen Vorteil: „Wir können sofort da weitermachen, wo wir vergangene Saison aufgehört haben.“

Anders die Ehinger, die sich zwar mit Jonathan Malu (Alba Berlin), Yasin Kolo (Walter Tigers Tübingen) und Sebastian Schmitt (FC Bayern München II) gut verstärkt, aber mit Moritz Noeres nur einen Akteur aus dem letztjährigen Kader behalten haben. Coach Domenik Reinboth sieht sein uneingespieltes Team, das drittjüngste der Liga, ohnehin für jede Partie als Außenseiter.

Kader: Mate Fazekas, Till Pape, Björn Rohwer, Joschka Ferner, Nicolas Bretzel, Christoph Philipps, Marcell Pongo, Marius Stoll, Tim Köpple, Nils Mittmann, David Krämer.
Neuzugänge: 
Jason George, Lazar Scekic, Timo Lanmüller, Edward Reisig, Zachary Ensminger.
Abgänge: Marvin Omuvwie (Nürnberg/Pro A), Lukas Rosenbohm (Heidelberg/Pro A), Bernhard Benke.

Trainer: Danny Jansson.

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