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Harter Kampf um deutsche Top-Talente im Basketball

Bundesliga-Spitzenreiter Ratiopharm Ulm tut sich im Gegensatz zum kommenden Gegner Frankfurt Skyliners schwer, Kandidaten mit NBA-Perspektive zu verpflichten. Das soll sich mit einem ambitionierten Projekt ändern.

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Als die Ulmer Basketballer Anfang Februar Bayern München beim 98:101 im Eurocup am Rande der Niederlage hatten, war es der große Auftritt der Ratiopharm-Talente. David Krämer (20 Jahre), Till Pape (19), Marcell Pongo (20) und Joschka Ferner (21) ärgerten den Favoriten mächtig und zwangen ihn in die Verlängerung. Bayern-Coach Sasa Djordjevic lobte danach das Quartett und bedauerte, dass die „jungen Spieler leider das falsche Trikot trugen“.

Nach der Gala folgten noch starke Spiele im Eurocup gegen Panevezys (81:86) und in der Liga beim 106:66-Kantersieg gegen Bremerhaven, danach wurde es beim Vizemeister um die junge Garde ruhiger. In den fünf zurückliegenden Bundesliga-Spielen kam keiner der Doppellizenzspieler zum Einsatz.

Mehr Zeit zur Regeneration

Ratiopharm-Trainer Thorsten Leibenath hat dafür gleich mehrere Gründe. „Zum einen ist der Druck gestiegen.“ Um von Platz eins aus in die Playoffs zu starten darf sich Ulm maximal einen Ausrutscher leisten, um nicht noch von Bamberg oder München abgefangen zu werden. Zudem stand Ulm in den letzten Partien mit Berlin, Bamberg und Bayern den Topteams gegenüber. Zuletzt waren die Spiele gegen Würzburg und Gießen hart umkämpft. „Das waren alles knappe Geschichten“, sagt Leibenath, dessen Team anders als noch zu Eurocup-Zeiten zumeist nur noch einmal in der Woche ran muss. Deshalb kann er es vertreten, einen Chris Babb beispielsweise länger als 30 Minuten spielen zu lassen. Schließlich hat er genügend Zeit zum Regenerieren. Spätestens in den Playoffs, wenn die Belastung erneut höher wird, sollen die jungen Spieler aber wieder für etwas mehr Entlastung sorgen.

Vielleicht bekommen Ferner, Krämer oder Pape, die zuletzt immer im Bundesliga-Kader standen, aber schon am Samstag im Heimspiel gegen Frankfurt (18 Uhr) die Chance, ihr Können gegen die Skyliners-Talente zu zeigen. Denn die Gäste setzen neben den Routiniers wie Quantez Robertson (32) auf den deutschen Nachwuchs. Allen voran auf Niklas Kiel, der trotz seiner erst 19 Jahre bereits in zwölf Bundesliga-Spielen in der Anfangsformation stand und im Schnitt auf 14:32 Minuten Einsatzzeit kommt. Mit Max Merz (23), Mahir Agva (20) und Stefan Ilzhöfer (22) dürfen drei weitere deutsche Akteure im Schnitt mehr als zwölf Minuten ran. Hinzu kommt Isaac Bonga, der es trotz seiner erst 17 Jahre bereits auf 13 Erstliga-Spiele bringt, in denen er durchschnittlich fast acht Minuten auf dem Feld stand.

Es ist offensichtlich: Coach Gordon Herbert setzt auf deutsche Talente. Die letzte Saison hat gezeigt, dass sich das lohnen kann. Mit Danilo Barthel, Johannes Voigtmann und Konstantin Klein gelang der Halbfinaleinzug, dort war allerdings gegen Ulm Endstation. Danach verließ das Trio allerdings den Klub. Frankfurt hat sich davon aber nicht entmutigen lassen und setze weiter auf die Jugend. Der Lohn: Am Donnerstag gaben die Skyliners bekannt, dass das umworbene Talent Richard Freudenberg ab kommender Saison für drei Jahre für die Hessen spielen wird. Der 18-Jährige, der zuletzt in New York für die St.John’s University spielte, ist das größte deutsche Talent seines Jahrgangs. Ein Spieler, der auch Ulm gut zu Gesicht stehen würde. Doch noch geht der Vizemeister beim Kampf um Toptalente mit NBA-Perspektive leer aus. Dabei hat der Klub mit dem damals 19-jährigen Daniel Theis gezeigt, dass man auch an der Donau zum Topspieler reifen kann.

Ein Problem dabei, die Besten ihres Jahrgangs zu Ratiopharm Ulm zu locken, sieht Leibenath am momentanen Erfolg des Bundesliga-Spitzenreiters. Denn entweder die Spieler entscheiden sich für Klubs, bei denen der Konkurrenzkampf im Kader nicht so groß erscheint. Oder sie gehen auf die lukrativeren Angebote aus Bamberg und München ein.

Ein wichtiger Aspekt bei der Akquise der besten Nachwuchsspieler könnte zukünftig das geplante, 11,5 Millionen Euro teure Leistungszentrum „Orange Campus“ sein. Auch wenn Akteure wie Freudenberg aktuell zu anderen Klubs wechseln, ist sich Leibenath sicher:  „Es braucht noch ein, zwei Jahre Überzeugungsarbeit, dann werden wir die Top-Talente in Ulm sehen.“

Beim Orange-Dinner, der Charity-Veranstaltung der Ulmer Basketballer, versteigerte Tim Ohlbrecht seine Krücken für einen guten Zweck. Für das Servieren des Essens und der Getränke benötigte der am Knie verletzte Center seine Gehhilfen nicht mehr. Ein gutes Zeichen, dass es mit der Genesung vorangeht. Ohlbrecht selber ist zuversichtlich: „Die Reha läuft echt super.“ Deshalb ist der 28-Jährige weiterhin guter Dinge, dass er in den anstehenden Playoffs sein Comeback feiern kann. „Man muss jetzt schauen, ob das Knie hält und ob ein Einsatz dann Sinn macht. Aber wenn wir weit kommen, könnte es klappen.“ seb

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Kommentare

21.04.2017 17:51 Uhr

German basketball

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