Fans aus Hongkong zu Besuch bei Ratiopharm Ulm

Basketball Hannah und Sophie können die Ulmer Basketballer endlich vor Ort anfeuern und werden mit zwei Sitzplätzen überrascht.

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Sophie und Hannah beim Sieg über Braunschweig.  Foto: 

Tischtennis, Badminton, Turmspringen oder Taekwondo sind Disziplin, die wir mit dem Sport in China in Verbindung bringen. Zwar steigt in der Volksrepublik die Begeisterung für Ballsportarten wie Basketball immer weiter an, dabei werden aber weniger die einheimischen Mannschaften, als viel mehr die Teams aus der nordamerikanischen Basketball Profiliga NBA angefeuert.

Eine Begeisterung, die der Basketballmannschaft von Ratiopharm Ulm gelungen ist. Das Team von Trainer Thorsten Leibenath spielt seit über zehn Jahren erfolgreich in der ersten Basketball-Bundesliga. Dennoch gelingt es nicht alle Tage, zwei Herzen im 9154 Kilometer entfernten Hongkong für die „uuulmer“ schlagen zu lassen. Die beiden in Hongkong geborenen und aufgewachsenen Schwestern Hannah (20) und Sophie (18) erzählten bei ihrem Besuch des Basketballspiels von Ratiopharm Ulm gegen die Löwen Braunschweig, was sie mit der Stadt Ulm und der Mannschaft um Per Günther und Co. verbindet.

Ihr Vater ist gebürtiger Ulmer und lernte seine aus China stammende Frau beim Studieren in der Donaustadt kennen. Nach zunächst nur einem Auslandssemester in der Volksrepublik wanderte das junge Paar dorthin aus. Neben der Verbindung zu Ulm bringt ihr Vater auch die Begeisterung für Basketball und Ratiopharm Ulm mit in die Familie. Die Schwestern kamen zwar regelmäßig im Sommer nach Ulm, um ihre Verwandtschaft zu besuchen, waren damit aber jedes Mal außerhalb der Basketballsaison in der Stadt. Somit erlebten die zwei treuen uuulmer-Fans bisher kein einziges Spiel ihrer Mannschaft vor Ort mit - bis zum 28. Oktober diesen Jahres.

Vom Stehplatz zum Sitzplatz

Die 18-jährige Sophie studiert seit diesem Sommer in Rotterdam, ihre 20-jährige Schwester lebt bereits seit zwei Jahren in Amsterdam. Beim Kartenkauf verwechselte Sophie Bremerhaven mit Braunschweig, kaufte die Karten für das Spiel am vergangenen Samstag gegen die Löwen. Von Freunden bekamen die beiden Mädchen Karten für das Heimspiel am 28. Oktober gegen die Eisbären Bremerhaven geschenkt.

Für die zwei Basketballspiele fuhren die beiden Studentinnen jeweils Freitagnacht mit dem Flix­bus aus den Niederlanden elf Stunden nach Ulm, um nach dem Spiel direkt wieder elf Stunden nach Hause zu fahren. Doch die Schwestern sind sich einig, dass sich nach all den Jahren des Wartens der Aufwand gelohnt hat. Voller Euphorie twitterten die beiden Studentinnen ihr Glück, ohne zu ahnen, was ihr Post bewirken wird.  Durch die Twitter-Anzeige hat auch die Presseabteilung von Ratiopharm Ulm Wind von der Geschichte der Schwestern bekommen und statt auf den hintersten Stehplätzen die Partie zu verfolgen, wurden sie mit sei gut positionierten Sitzplätzen überrascht.

Wenn wieder genug Geld zusammengespart wurde, werden Sophie und ihre Schwester wiederkommen. Mit Hannah könnte es ein Wiedersehen außerhalb des Basketballs geben. Die Sportmanagementstudentin denkt über ein Praktikum bei Ratiopharm Ulm nach.

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