Bauermann und Harnisch kontern Stolls Aussage
Für Befremden hat bei Alba Berlin eine Äußerung von Thomas Stoll, dem Manager des Basketball-Bundesligisten Ratiopharm Ulm, gesorgt. "Die Urspringspieler sind schlecht ausgebildet und haben nicht die notwendige Härte. Lucca soll seine Sporen erst einmal woanders verdienen, bevor er bei uns ein Thema wird, wenn überhaupt": Dies hatte Stoll in der SWP am Samstag zum Wechsel von Nationalspieler Lucca Staiger von der Iowa State University zu Alba respektive dem Grund gemeint, weshalb man beim Bundesligisten von der Donau kein Interesse an einer Verpflichtung des gebürtigen Ulmers habe.
Zur Erinnerung: Die Urspringschule ist Kooperationspartner des Hauptstadtklubs und aktuellen Tabellen-Führers. Das Mannschaft in der U-19-Bundesliga hat ebenfalls den Zusatz "Alba" im Namen, für das Team Erdgas Ehingen/Urspringschule, die "Steeples", hatte Staiger in der zweiten Liga gespielt, ehe er in die Vereinigten Staaten ging.
Zwar halten sich die Berliner bedeckt in ihrer Reaktion, "ich werde mich nicht öffentlich zu diesem Thema äußern, darauf lasse ich mich nicht ein", sagt Alba-Sportdirektor Henning Harnisch. Dennoch ist dem Europameister von 1993 eine gewisse Verärgerung anzumerken: "Das ist manchmal auch eine Stilfrage, so etwas klärt man direkt zwischen den Leuten ." Er habe sich gewundert, wie man auf Ulmer Seite mit der Person Staiger umgehe: "Ich komme auch aus einer kleinen Stadt, nämlich Marburg. Und in beiden Städten hat man nicht viele Nationalspieler, die von dort kommen."
Auch Bundestrainer Dirk Bauermann, Augenzeuge der Partie gegen Berlin, kam nicht umhin, Stolls Äußerungen zu kritisieren. Urspring sei eine Top-Adresse in der deutschen Nachwuchsförderung, wenn nicht sogar die Topadresse, sagte Bauermann: "Für mich als Bundestrainer und für den deutschen Basketballsport als Ganzes wäre eine Kooperation von Urspring und Ulm traumhaft." eis, tgo, sbu
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15.02.2010
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