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Die Derby-Rivalen Ulm und Tübingen trennen Welten

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So schön und sehenswert der 105:101-Sieg nach Verlängerung gegen Krasnodar auch war, angesichts der beiden anstehenden Spiele gerät er schnell in den Hintergrund. Am Sonntag kommt es zum prestigeträchtigen Derby bei den Walter Tigers Tübingen (18 Uhr), eine Woche später steht dann das Spitzenspiel zu Hause gegen Bamberg an. Dabei hat sich ein klein wenig etwas verändert. Nachdem ­Phoenix Hagen wegen der Insolvenz nicht mehr am Spielbetrieb der Basketball-Bundesliga teilnehmen darf, werden die bisherigen Spiele der Niedersachsen aus der Wertung genommen.

Da das Team von Coach Ingo Freyer in der Liga noch sieglos ist, ändert sich am Tabellenbild nichts. Allerdings werden die Ulmer künftig mit zehn Siegen aus zehn Spielen als Zweiter geführt. Der 116:64-Kantersieg wird nicht mehr offiziell gewertet. Damit haben die Bamberger, die ohnehin ein Spiel mehr als die Ulmer hatten und noch nicht gegen Hagen gespielt haben, nun zwei Partien mehr als das Ratiopharm-Team bestritten. Die Folge: Per Günther und Co. können selbst bei Siegen gegen Tübingen und Bamberg nicht Erster werden.

Die Tigers haben andere Sorgen

Das sind Sorgen, von denen die Tigers weit entfernt sind. Es ist zwar schon ein paar Jahre her, doch nicht wenige der Ulmer Fans können sich noch – wenn auch nur ungern – an die Zeit erinnern, als Tübingen in der Tabelle vor Ulm rangierte. Zuletzt war das 2010/11 der Fall, als die Tigers Zwölfter und die Ulmer Vierzehnter wurden. Doch mit der neuen Arena und der Ankunft von Trainer Thorsten Leibenath begann der Aufstieg zum Topteam, während die Tigers Jahr für Jahr gegen den Abstieg kämpfen.

Anerkennend, aber auch ein wenig neidvoll blickt Robert Wintermantel mittlerweile zum Dauerrivalen. Der Geschäftsführer der Tigers stand bei einigen Derbys gegen Ulm selbst auf dem Feld und feierte mit Tübingen 2004 den Bundesliga-Aufstieg. Doch das ist lange her. „Durch den Umzug in die Ratiopharm-Arena und den sportlichen Erfolg ist die Schere zwischen den beiden Vereinen stark auseinandergegangen“, sagt Wintermantel: „Ulm hat hinter Bamberg und Bayern nun den dritthöchsten Etat der Liga.“

Das ist einer der Gründe, warum das Derby in den vergangenen Jahren eine einseitige Angelegenheit war. Der letzte Tübinger Sieg datiert vom 26. Februar 2011, damals gelang ein 84:81 in der Kuhberghalle. Danach jubelten zehnmal die Ulmer. Den letzten Heimsieg feierten die Tigers am 30. Dezember 2009. „In den letzten Jahren war das Derby etwas einseitig, was der Sache nicht gut getan hat,“ sagt Wintermantel, der damit das Vorspiel meint.

Die Frotzeleien im Vorfeld sind weniger geworden, was auch daran liegt, dass forsche Töne vom Außenseiter eher selten sind. „Manche meinen ja, wir brauchen mehr Stories rund ums Derby. Aber diejenigen, die schon eine Weile dabei sind, wissen, dass die Geschichte zwischen den beiden Klubs genügend Stoff bietet“, sagt Wintermantel.

Nur Günther wagt `nen Spruch

Immerhin hat Per Günther bereits vor einiger Zeit mal wieder einen Spruch in Richtung des liebsten Feinds abgefeuert. Der Aufbauspieler hatte offenbart, wie er sich den typischen Tigers-Anhänger vorstellt: „Die Tübinger Fans sind eigentlich alle 16 und strunzbesoffen. Die sehen aus wie Felixe. Kleine Studenten, die fünf Bier getrunken haben und mal im Tigerkäfig, in der Paul-Horn-­Arena, randalieren wollen.“ Am Sonntag ab 18 Uhr werden Günther und seine Teamkollegen sehen, ob sich die Tübinger „Felixe“ etwas Besonderes für die Ulmer haben einfallen lassen.

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