Unglaublich schlechte Halbzeit: Ulm verliert in Trento

Ratiopharm Ulm verliert im Eurocup nach einer unglaublich schlechten ersten Halbzeit „nur“ 66:77 in Trento. Bundesligist nun auf dem letzten Tabellenplatz.

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  • Der Ulmer Butler (links) und der ehemalige Ulmer Dominique Sutton liefen sich einige Male über den Weg.  1/2
    Der Ulmer Butler (links) und der ehemalige Ulmer Dominique Sutton liefen sich einige Male über den Weg. Foto: 
  • Der Ulmer Trainer Thorsten Leibenath war alles andere als zufrieden mit den ersten 20 Minuten seiner Mannschaft.  2/2
    Der Ulmer Trainer Thorsten Leibenath war alles andere als zufrieden mit den ersten 20 Minuten seiner Mannschaft. Foto: 
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Was für ein kurioser und aus Sicht der Ulmer Basketballer letztendlich ärgerlicher  Verlauf dieser Auswärtspartie bei Dolomiti Energia Trento. Da lässt sich die Mannschaft von Trainer Thorsten Leibenath an diesem fünften Spieltag des Eurocups in der ersten Halbzeit vorführen wie schon lange nicht mehr. Um dann in den zweiten 20 Minuten eine furiose Aufholjagd zu starten, mit der die Gäste den Halbzeitrückstand von 24 Punkten (25:49)  auf 10 reduzieren konnten (35. Minute/61:71).

Dann jedoch war die Luft raus, und der deutsche Bundesligist musste zum Abschluss der Vorrunde bei den Italienern eine 66:77-Niederlage hinnehmen. Aber: Da war mehr drin.

Damit haben die Ratiopharm-Korbjäger in dem zweitwichtigsten europäischen Klubwettbewerb eine Bilanz  von zwei Siegen und drei Niederlagen und belegen, punktgleich mit Villeurbann und Trento, den letzten Platz in der Tabelle. In der Rückrunde haben die Ulmer zwei Heim- und drei Auswärtsspiele.  „Wir müssen auch auswärts gewinnen, wenn wir uns für die nächste Runde qualifizieren wollen. Nach der Leistung gegen Trento in der ersten Halbzeit sehr ich das zwar nicht, aber es kann natürlich immer besser werden“, zog der Trainer ein nüchternes Fazit dieses Auftrittes in Norditalien: „Wie die Mannschaft in den ersten 20 Minuten gespielt hat, das ist nicht akzeptabel. Positiv ist, dass wir in der zweiten Halbzeit Charakter und Verantwortung gezeigt haben.“

Leibenath musste auf Till Pape und Luke Harangody verzichten, die angeschlagen erst gar nicht mit nach Trento gefahren waren. Einige andere Akteure waren ebenfalls durch Grippe und ähnliches geschwächt. So traten die Ulmer in den ersten  zwei Vierteln auch auf: völlig von der Rolle, körperlich und mental. Rein gar nichts funktionierte auf dem Parkett. Leibenath hatte extra vor der Partie darauf hingewiesen, gegen die gut gegen Distanzschützen verteidigenden Italiener vor allem den Erfolg in Korbnähe zu suchen. Diese Warnung verstanden die Ulmer aber eher als Aufforderung, es dennoch aus der Ferne zu versuchen. Resultat: zwölf Versuche und nicht ein Treffer. Gerade einmal vier Assists zeigten zudem den fehlenden kollektiven Versuch. Immer wieder Einzelaktionen, immer wieder der Versuch aus der Distanz, aber weder das eine noch das andere brachte Erfolg.

Einziger Lichtblich war Neuzugang Jerelle Benimon, der nach rund sechs Minuten im ersten Viertel zu seinem ersten Einsatz für Ulm kam und sich sofort als aggressiver Wühler unter den Körben präsentierte. Der Amerikaner kam gleich auf zwölf Punkte und 10 Rebounds.

In der zweiten Halbzeit gönnte Leibenath  seinen etablieren Spielern einige Pausen, schickte dafür deutlich mehr einen Joschka Ferner, einen Ismet Akpinar und einen David Krämer aufs Parkett. Das brachte für das Ulmer Spiel eine deutliche Belebung – und damit ein vielleicht gerade noch, im Hinblick auf einen möglichen direkten Vergelich, erträgliches 66:77-Endresultat.   

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