Ex-Alba-Coach Obradovic trinkt Wein mit Ulm-Coach Leibenath

|

Bei seiner ersten Rückkehr nach Deutschland bekommt es Sasa Obradovic gleich mit einem Freund zu tun. Der Ex-Coach von Alba Berlin gastiert am Mittwochabend im Eurocup mit seinem neuen Klub Lokomotiv Kuban Krasno­dar beim Basketball-Bundesligisten Ratiopharm Ulm.

Bevor sich die beiden Teams ab 19.30 Uhr gegenüberstehen, gab es am Dienstagabend ein gemütliches Treffen von Obradovic und Thorsten Leibenath. „Wir  werden  uns auf ein Glas Wein treffen“, hatte der Ratiopharm-Trainer bereits vor ein paar Tagen verraten. Offen war dabei, wer am Ende die Rechnung begleicht.

Als Gastgeber obliegt das eigentlich Leibenath, doch auch Obradovic hätte einen guten Grund, den 41-Jährigen einzuladen. Mit dem 77:62-Hinspiel-Sieg hat Ulm einen nicht unerheblichen Beitrag geleistet, dass Coach Fotis Katsikaris in Krasnodar entlassen wurde und eine Stelle für Obradovic frei wurde. Dessen Vertrag war von Alba Berlin zum Ende der abgelaufenen Saison nicht verlängert worden.

Mit dem 47 Jahre alten Serben hat ein neuer Spielstil bei den Russen Einzug gehalten, der die Ulmer von den Partien gegen Berlin nur zu gut kennen. „Man merkt eine Veränderung in der Mentalität“, sagt Leibenath. Krasnodar spiele nun „mit hoher Intensität, hohem Druck und hohem Einsatz“. „Der Basketball wird mehr als vorher gearbeitet“, sagt Leibenath.

Seine Spieler können sich also auf ein intensives Spiel einstellen. Eines, in dem es für Ulm allerdings nicht mehr um viel geht. Das Erreichen der zweiten Gruppenphase ist bereits sicher. Immerhin wurde ein Sieg die Chancen auf Platz drei erhöhen, doch angesichts der Topteams, die im Eurocup auf Ulm warten, ist die Endplatzierung beinahe unerheblich. Rechenspiele, auf wen das Ratiopharm-Team noch treffen könnte, machen bei zwei – oder bei anderen Teams noch drei – ausstehenden Partien keinen Sinn. Gegen die Russen, die neben Obradovic noch den ehemaligen Ulmer Center Ian Vougioukas mitbringen, wird Leibenath wohl ein paar Akteuren eine Verschnaufpause gönnen. „Man kann vorsichtig davon ausgehen, dass die Jungen mehr Spielminuten sehen“, kündigt der Ratiopharm-Coach an, dessen Team – Stand gestern – von einer Ausbreitung des Magen-Darm-Infekts verschont blieb. Per Günther, den es zuletzt erwischt hatte, ist wieder ins Training eingestiegen.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden