Der neue Bryant verdrängt Kevin Martin

Es ist denkbar, dass in der kommenden Saison zwei John Bryants für die Ulmer Bundesliga-Basketballer auflaufen werden. Einmal der "alte" John Bryant, dessen Rückkehr, behauptet Manager Thomas Stoll, nicht ausgeschlossen sei. Und der "neue" John Bryant, der gestern einen Einjahres-Vertrag beim Ratiopharm-Team unterschrieben hat. Der 2,11 Meter große und 135 Kilo schwere Amerikaner spielt auf der Centerposition und verdrängt damit Kevin Martin, der definitiv nicht wieder das Ulmer Trikot anziehen werde, sagt der Manager.

Eigentlich wollten Trainer Mike Taylor und Stoll den neuen "Big man" schon im vergangenen Januar an die Donau lotsen, obwohl es damals offiziell kein Center-Problem gab. Die Verpflichtung scheiterte an der von den Erie BayHawks geforderten Ablösesumme. In der D-League, die als Entwicklungsliga für die NBA angesehen wird, kam der 23-Jährige im Schnitt auf 13,2 Punkte und 9,5 Rebounds.

Dass sich der massige Center mit seinem klassischen Basketball-Stil - geprägt von guter Fußarbeit und einem sehr guten Ballgefühl - in dieser athletischen Liga hatte durchsetzen können, beeindruckte die Ulmer Verantwortlichen ganz besonders. "John Bryant hat unglaublich viel Talent. Durch die neuen Regeln mit der weiter entfernten Dreipunktelinie und der kleineren Zone werden solche Center sehr viel wert sein", glaubt Mike Taylor. Bei seinem ersten Engagement außerhalb der USA wird Bryant im Trikot mit der Nummer 54 auflaufen.

Viele weitere personelle Fragen bleiben offen. Zum Beispiel, ob Chris Burns (mit knapp 15 Punkten im Schnitt wieder nach Ulm kommen wird. "Eher nicht", schätzt Stoll. Das gelte auch für Rocky Trice. Auf der Spielmacherposition sucht der Klub weiterhin einen defensivstarken Lenker. Das spricht gegen eine Wiederkehr von Austen Rowland. Bei Lee Humphrey (ist jetzt verheiratet) und Coleman Collins (von einer Weltreise zurück) ist der Manager weiter optimistisch. tgo


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