Ulmer Basketballer müssen sich neue Verträge verdienen
Ulm. Offiziell ist die Zukunft beim Basketball-Bundesligisten Ratiopharm Ulm - noch - kein Thema. Erst spielen und gewinnen, dann unterschreiben, das ist wohl die Devise. Mike Taylor jedoch hat eine Zukunft: Ulm.
Die Phantoms aus Braunschweig kämpfen mit aller Macht um einen Play-off-Platz und haben als aktueller Tabellenachter gerade ganz knapp die Nase vorne vor den Drachen aus Quakenbrück. Für Ratiopharm Ulm hat sich das mit der Saisonverlängerung ja längst erledigt, in Abstiegsgefahr kann das Team auch nicht mehr geraten, auch wenn der Fall rein theoretisch noch eintreten kann.
Damit die restlichen Partien der Ulmer Korbjäger, angefangen von der am kommenden Sonntag eben in Braunschweig (17 Uhr), einen konkreten Sinn bekommen, hat Trainer Mike Taylor den Begriff "Evaluation" in seinen Wortschatz aufgenommen. Das heißt Bewertung, Beurteilung. Der Terminus fällt, wenn es darum geht aufzuzählen, welche Spieler aus dem Kader einen neuen Vertrag bekommen sollen. Nur Sebastian Betz (steht nach seiner Verletzung wieder im Kader, wird aber in Braunschweig nicht spielen) sowie die beiden Nationalspieler Per Günther und Robin Benzing sind fix gebucht für die letzte Saison in der Kuhberghalle. Für Rocky Trice gibt es zumindest eine Option auf eine Verlängerung.
Wenn es also zum Beispiel darum geht, ob Center John Bryant einen neuen Vertrag bekommen soll, sagt Taylor, dass bis Saisonende evaluiert werde. Alle müssten sich beweisen und sich einen neuen Kontrakt verdienen. Verhandelt über die nächste Saison wurde noch nicht, bestätigt John Bryant. "Ich konzentriere mich auf die restlichen Partien. Dann sehen wir weiter", meint der Amerikaner. Allerdings sagt der 27-Jährige auch klipp und klar: "Mir gefällt es in Ulm. Ich möchte bleiben." Taylor findet das gut und outet sich als grundsätzlicher Bryant-Fan. "John hat das gebracht, was wir von ihm erwartet haben und sogar noch mehr. Er hat seine Rolle perfekt ausgefüllt", lobt der Coach. Ansonsten gilt: Evaluation.
Das gilt nicht für Taylor selbst. Der 37-Jährige kann bis Ende Juni aus dem Vertrag aussteigen, wenn der Klub nicht die geplanten 2,2 Millionen Euro für den nächsten Saison-Etat zusammen bekommt. Finanzgeschäftsführer Andreas Oettel, der gerade die Lizenzunterlagen an die BBL verschickt hat, bestätigt: "Wir planen erneut mit 1,6 Millionen Euro." Das ficht Taylor jedoch nicht an. "Ich werde meine Option nicht ziehen. Ich werde in Ulm bleiben, weil es mit der neuen Halle ein großes Potenzial gibt." Ohne neue Halle wäre die Entscheidung eine andere gewesen, lässt der Coach durchblicken. Taylors achte Saison in Ulm kann kommen.
Was ist das für eine Kerze? John Bryant hatte sie zur Pressekonferenz mitgebracht...
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar
Autor: THOMAS GOTTHARDT | 19.03.2010
Ratiopharm-Center John Bryant (rechts) gefällt es in Ulm und hätte deshalb nichts gegen einen neuen Vertrag. Archivfoto
MEISTGELESENE ARTIKEL
Wo kracht es in Ulm und Neu-Ulm am häufigsten?
Ulm/Neu-Ulm Wo knallt es in Ulm und Neu-Ulm am häufigsten? swp.de hat die Unfallstatistiken der beiden Städte ausgewertet und zeigt die zehn kritischsten Punkte.... mehr
Weiterer Horrorcrash: Zwei Insassen schweben in Lebensgefahr
Griesingen/ Ehingen In der Nacht zum Freitag hat sich gegen 22.47 Uhr erneut ein schwerer Verkehrsunfall mit sechs schwerst Verletzten ereignet. Ein Auto prallte gegen eine Betonmauer. Zwei der Insassen schweben in Lebensgefahr. ... mehr
Unwetter: Sturm deckt Dächer ab
Main-Tauber-Kreis Das heftige Unwetter am Donnerstagabend und in den Nachtstunden hielt auch die Rettungskräfte des Main-Tauber-Kreises in Atem. ... mehr
Um den Pfeiler gewickelt
Neu-Ulm Eine 20-jährige Sportlerin des Ulmer Ruderclubs wurde leicht verletzt, als ein Frauen-Achter bei starker Strömung mit einen Pfeiler der Eisenbahnbrücke kollidierte. Alle konnten sich schwimmend ans Ufer retten.... mehr
Ersthelfer stirbt bei Unfall auf A7 bei Nersingen
Kreis Neu-Ulm Er wollte nach einem Unfall helfen und kam dabei selbst ums Leben: Ein 48 Jahre alter Mann ist auf der Autobahn A7 bei Nersingen (Landkreis Neu-Ulm) am Samstag tödlich verunglückt, wie die Polizei mitteilte.... mehr

ZURÜCK

