Vor Quakenbrück-Spiel

Ratiopharm-Trainer Mike Taylor will keine Ausreden mehr hören

Ulm.  Vor dem Heimspiel der Ulmer Bundesliga-Basketballer morgen gegen Quakenbrück zieht Mike Taylor die Zügel an. Junges Team hin oder her - damit will der Coach keine Niederlage mehr erklären müssen.

Noch drei Spieltage, dann ist für Basketball-Bundesligist Ratiopharm Ulm die Vorrunde beendet: am morgigen Freitag in der Kuhberghalle gegen die Dragons aus Quakenbrück (19 Uhr), am 26. Dezember wiederum in eigener Halle das Weihnachtsspiel gegen Oldenburg (19 Uhr) und am 30. Dezember das Derby in Tübingen (20). Im vergangenen Jahr hatten die Ulmer nach der ersten Saisonhälfte elf Siege auf ihrem Konto (in den Runden zuvor acht und neun), aktuell hat das Team erst fünf Erfolge verbuchen können.

Kein Wunder, dass Trainer Mike Taylor bei der Berg- und Talfahrt seiner Mannschaft langsam die Geduld verliert. Hatte der Amerikaner bisher die im Durchschnitt eher mäßigen Leistungen noch mit dem Mangel an Erfahrung und dem geringen Altersdurchschnitt (22,1 Jahre) zwar nicht zu entschuldigen, aber zu erklären versucht, fordert Taylor nun Leistung ein ohne Wenn und Aber. "Wir können nach Niederlagen nicht weiter sagen, wir sind zu jung, ich will jetzt Fortschritte sehen. Wir haben bald gegen alle Bundesligisten gespielt. Ich will Entwicklung und Konstanz feststellen", erklärte der Coach, der nun offenbar die Zügel deutlich anzieht.

Gegen Quakenbrück, das sich am vergangenen Dienstag mit einem Sieg gegen Antwerpen eine gute Ausgangsposition für das Erreichen der nächsten Runde in der Euro-Challenge geschaffen hat, kann Taylor vermutlich seinen kompletten Kader aufbieten - inklusive Neuzugang Austen Rowland, der die Freigabe aus Gießen bekommen hat. Lee Humphrey hat nach einer Grippe trainiert. Center John Bryant, der in Gießen am Kopf verletzt wurde, ist ebenfalls fit. Zuletzt hat im Training Sebastian Betz gefehlt, der bei den Hessen erstmals in der Anfangsformation stand (für Humphrey), sich am Montag aber den Oberschenkel gezerrt hat - Einsatz fraglich. Entspannt auflaufen dürfte Christian Burns, der gestern um kurz nach zwei Uhr in der Nacht Papa wurde. Seine Frau Emma hat Brooklyn Anthony-Benedict auf die Welt gebracht - alle sind gesund und wohlauf.

Dagegen ist die Meldung, dass Burns nicht für den Dunking-Wettbewerb beim Allstar-Spiel am 23. Januar gewählt wurde, von äußerst geringer Bedeutung. Rocky Trice ist mit sehr großer Wahrscheinlichkeit als "Stopfer" dabei (die Wahl endete erst gestern um 24 Uhr). Ebenfalls wird Robin Benzing in Bonn auflaufen - und Per Günther. Entweder wurde der Aufbauspieler von den Fans für die "Starting five" gewählt, oder er wird vom Südtrainer Michael Koch höchst wahrscheinlich nominiert. Günther ist neben Jared Jordan (die beiden kämpfen laut Zwischenstand um den fünften Platz) nämlich der einzige Aufbauspieler, der nach dem Fan-Votum ernsthaft in Frage kommt.


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