Am Maximum angelangt Bamberger Coach Trinchieri schätzt Ulm

Bamberg will die Favoritenrolle gegen die Ulmer wenigstens etwas klein reden. Manchmal wirkt es bemüht, manchmal aber auch nachvollziehbar.

|
   Foto: 

Es ist genau so, wie man es erwarten durfte. In der Playoff-Finalserie zwischen Bamberg und Ulm, die morgen um 15 Uhr im Oberfränkischen beginnt, sind aus gutem Grunde die Gastgeber klarer Favorit und die Gäste klarer Außenseiter. Und wie immer in solchen Konstellationen versuchen die Favoriten, diese Rolle zwar nicht weg-, so doch aber kleinzureden. Schließlich soll das Team ja mit einer gewissen Anspannung und nicht schon als sicherer Sieger in die Partie gehen.

Also lobt zunächst Andrea Trinchieri den Gegner in höchsten Tönen. "Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Ulmer sicher eines der beiden besten Teams in der Liga", stellte der Bamberger Coach fest. Was zweifelsohne der objektiven Lage entspricht. Nicolo Melli baut Spannung auf: "Auch Ulm ist der Finalist in dieser Saison, und sie haben es verdient. Das wird nicht einfach. Wir müssen unseren Basketball spielen. Ich denke, Spiel eins wird zeigen, was wir zu tun haben und die Ulmer zu tun haben."

Elias Harris malt gleich bedenklich schwarz. "Ulm hat Oldenburg souverän ausgeschaltet, Frankfurt mehr oder weniger auch. Deshalb müssen wir aufpassen, dass wir nicht unter den Wagen geraten", warnte der Bamberger. Und der Coach ergänzte: "In den Playoffs legt jede Mannschaft nochmal eine Schippe drauf. Ulm hat aber gleich zwei oder drei dazu gepackt. Sie sind zur richtigen Zeit am Maximum." Nach dem 3:0 im Viertelfinale gegen Würzburg und dem 3:0 im Halbfinale gegen Bayern wäre der nächste 3:0-Durchmarsch des deutschen Basketball-Dominators gegen den Hauptrundensiebten keine Überraschung.

"Für mich zählt nur das erste Spiel im Finale. Ich dachte gegen Bayern nicht an einen Sweep und denke im Finale nicht an einen Sweep", sagte Trinchieri, der nach zwei großartigen Jahren in Bamberg natürlich auch das Interesse von noch größeren Klubs geweckt haben soll. Doch mit Gerüchten befasst sich in Franken vor dem Höhepunkt der Saison keiner, der Fokus ist ganz auf den Meisterkampf gerichtet.

"Der Titel war immer das Ziel", betonte der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Stoschek. Die Brose Baskets stehen zum zehnten Mal im Endspiel, sieben Mal feierten sie von 2005 bis 2015 auch die Meisterschaft. Vor allem mit dem Heimvorteil im Rücken sind die Franken auf dem Papier eigentlich unbezwingbar. Die Bamberger verloren kein Heimspiel in dieser Saison, trumpften zu Hause sogar in der Euroleague im erlesenen Kreis gegen internationale Schwergewichte wie ZSKA Moskau oder Olympiakos Piräus als Sieger auf. "Es wäre aber der größte Fehler, den wir machen können, wenn wir uns blind auf unseren Heimvorteil verlassen und sagen: Wenn es hart auf hart kommt, haben wir das fünfte Spiel immer zu Hause", warnte auch der Ex-Ulmer und Nationalspieler Daniel Theis in einem Interview des Fachmagazins "BIG". Ein weiterer Bamberger mit Ulmer Vergangenheit ist übrigens Lucca Staiger. Der wurde nämlich in Ulm geboren.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Mordprozess: Lebenslang für den Beifahrer, neun Jahre für den Fahrer

Im Hechinger Mordprozess wurden am Mittwochvormittag die Urteile gesprochen. Der Beifahrer im Tatfahrzeug bekommt lebenslang, der Fahrer neun Jahre Jugendstrafe. weiter lesen