Ratiopharm Ulm: Als Zweiter in die Play-offs
Platz zwei souverän verteidigt, zeitweise begeisternden Basketball geboten und dabei noch Kräfte für die Play-offs geschont. Der Abschluss der regulären Runde hätte für Ratiopharm Ulm nicht besser verlaufen können.
Autor: SEBASTIAN SCHMID |Mit 91:65 besiegte das Bundesliga-Team von Thorsten Leibenath den Tabellensechsten S. Oliver Baskets Würzburg. Es war der 16. Heimsieg im 17. Spiel für die Gastgeber. Lediglich Bamberg konnte seine Partie in Ulm gewinnen. John Bryant und Co. treffen nun in der ersten Play-off-Runde auf Braunschweig, das nach der 64:79-Niederlage in Berlin als Siebter in die Meisterrunde geht. Das erste Spiel der Play-offs findet am Samstag um 19 Uhr in der Ratiopharm-Arena statt.
Gestern Abend entwickelte sich in der zum 14. Mal in Folge ausverkauften Arena von Beginn an eine rasante Partie. Die Würzburger sind bekannt für ihr schnelles, oftmals unkonventionelles Spiel. Leibenath hatte sein Team jedoch sehr gut auf die Defensive der Gäste eingestellt, die den Gegnern im Schnitt lediglich 66,8 Punkte zulässt.
Steven Esterkamp war es, der dafür sorgte, dass Würzburg zu Beginn nicht davonzog. Die ersten sieben Ulmer Punkte gingen auf das Konto des Kapitäns. Nach fünf Minuten stand es 7:8 aus Sicht der Gastgeber. Würzburg hatte zwischenzeitlich mit sechs Zählern (8:2) geführt. Mit zwei verwandelten Freiwürfen brachte John Bryant seine Mannschaft nach 8:42 Minuten das erste Mal in Führung (13:12). Isaiah Swann sorgte dafür, dass der Tabellenzweite mit einer knappen 15:14-Führung in das zweite Viertel ging.
Die ersten Minuten des zweiten Durchgangs gehörten dann eindeutig Sebastian Betz. Der 26-Jährige, der unter der Woche wegen einer Erkältung kaum trainieren konnte, erzielte sechs Punkte in Folge und zog zudem noch ein unsportliches Foul. Betz, der mit sieben Rebounds bester Balleroberer seines Teams war, wurde als Spieler des Tages ausgezeichnet. 24:14 stand es nach 15 Minuten, als Keaton Nankivil seinen Dreier traf.
Der Tabellensechste kam zwar noch einmal auf vier Punkte heran (28:24), danach traf der Aufsteiger aber gar nichts mehr, und Ulm startete einen 16:0-Lauf. Das Ende des Viertels bestimmte dann Nationalspieler Per Günther, der die letzten sieben Punkte vor der Halbzeit erzielte. Mit einer 43:23-Führung gingen die Ulmer in die Kabine. Als sie wieder herauskamen, sah es nur kurz nach einem Aufbäumen der Gäste aus. Nach einem Würzburger 6:0-Lauf kam Isaiah Swann auf Touren, der bis dahin nicht groß in Erscheinung getreten war. 13 Punkte von ihm im dritten Viertel sorgten dafür, dass der Vorsprung weiter anwuchs.
Am Ende konnte es sich Leibenath leisten, alle Spieler in seinem Kader einzusetzen. Marcel Heberlein, Michael Wenzl und Femi Oladipo dankten es ihrem Coach, indem sie sich jeweils in die Punkteliste eintrugen.





